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    Kirby Air Riders – Story und Atmosphäre

    Auf Planet Popstar tauchen plötzlich überall sogenannte Air Ride Machines auf, die sich wie von selbst an Rider binden und auf deren Willen reagieren. Kirby und seine Freunde geraten dadurch in einen Wettstreit, der zunächst wie ein großes Rennen um die Welt wirkt, aber schnell deutlich macht, dass im Hintergrund mehr als nur Sport dahintersteckt. Eine kosmische Macht zieht die Fäden. Wie für Kirby üblich kann man also eine völlig verrückte Überraschung im Laufe der Story erwarten, wie man es eigentlich von einem Spiel mit so süßen Charakteren nicht erwartet.

    Kirby Air Riders Nintendo Switch 2 Testbericht Test Review

    Erzählt wird das Ganze vor allem im Road Trip Modus über Zwischensequenzen zwischen den Kapiteln. Viele Momente laufen über Piktogramme, Geräusche und Slapstick, aber ein Erzähler übernimmt die Einordnung der Ereignisse und verleiht der Handlung einen spürbar ernsthafteren Rahmen. Praktisch ist, dass sich für den Erzähler und auch für den Renn Ansager pro Sprache zwei Varianten auswählen lassen, darunter auch eine männliche und eine weibliche deutsche Stimme.

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    Dazu kommen Logs und Infotafeln in den Leveln, die Hintergrund zu Zorah und Nova liefern, wenn man sie aktiv findet. Dadurch entsteht ein Wechsel aus knallbunter Kirby Leichtigkeit und ungewöhnlich düsteren Science Fiction Einschüben, was auch erklärt, warum die Altersfreigabe höher ausfällt als man es bei Kirby oft erwartet.

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    Kirby Air Riders – Gameplay, Rennen und Minispiele

    Kirby Air Riders setzt auf ein sehr reduziertes Steuerungskonzept. Standardmäßig genügt der Analog Stick zum Lenken und eine Taste für Bremsen, Driften und das Freisetzen von Boosts, während die automatische Beschleunigung den Einstieg erleichtert. Das fühlt sich am Anfang fast zu simpel an, gewinnt aber schnell an Tempo, weil Kurvenwinkel, Boost Timing und das Lesen der Strecke wichtig bleiben. Dazu kommen zahlreiche Komfort Optionen, etwa Tastenbelegung, ein klar skalierbares Interface und Einstellungen, mit denen man die Bedienung an unterschiedliche Vorlieben anpassen kann. Auch einhändiges Spielen ist möglich, weil das Basisschema bewusst schlank bleibt.

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    Der entscheidende Unterschied zu vielen klassischen Racern ist der ständige Kontakt mit Gegnern und Items. Mit einem Quick Spin Angriff lässt sich jederzeit rammen, und auf den Strecken stehen Gegner oder Itemboxen, die Kirby per Berührung einsaugt. Daraus entstehen Copy Fähigkeiten wie Schwert, Feuer oder Bohrer, die nicht nur kurze Boni geben, sondern aktiv zum Angreifen genutzt werden können, bis man getroffen wird oder die Zeit abläuft. In der Praxis bedeutet das, dass Überholen und Verteidigen oft nicht nur über Fahrline läuft, sondern über die Frage, ob man einen Treffer riskiert, ein Item spart oder im richtigen Moment kontert. Das ist genau der Punkt, an dem das Spiel trotz einfacher Steuerung nach mehr aussieht als nur nach einem Party Racer.

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    Neu ist außerdem eine zweite Taste für fahrerspezifische Spezialattacken. Jede Figur hat eine eigene Special Fähigkeit, die sich durch aggressives Fahren auflädt, also durch Drifts, dichtes Fahren am Gegner und gezielte Kollisionen. Ist die Leiste voll, kippt eine Situation in Sekunden, weil solche Specials mehrere Fahrer auf einmal ausbremsen oder die eigene Position schlagartig retten können. Dazu kommt, dass die Fahrer Stats und Specials haben, die sich tatsächlich bemerkbar machen. Ein schwerer Charakter rempelt leichter weg, ein Allrounder bleibt berechenbarer, und manche Specials sind eher offensiv, während andere eher zum Ausweichen und Absichern taugen.

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    Inhaltlich verteilt sich das Spiel auf mehrere Modi, die sich klar unterscheiden. Air Ride liefert die klassischen Rundkurs Rennen mit bis zu sechs Fahrern und dem typischen Drei Runden Aufbau, inklusive Items und Fähigkeiten. Top Ride wechselt in eine Vogelperspektive mit kleinen Kursen und sehr schnellen Runden, was sich eher wie ein hektisches Party Spiel anfühlt als wie ein traditionelles Rennen.

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    City Trial ist dagegen eine offene Stadtkarte namens Skyah, in der man fünf Minuten lang Power Ups sammelt, sein Fahrzeug hochzieht und mit zufälligen Events leben muss, bevor am Ende ein Stadium Finale entscheidet. Dieses Finale kann ein Kampf sein, ein Dragster Rennen oder ein Sprung Wettbewerb, und gerade diese Mischung macht City Trial zu einem Modus, der sich jedes Mal anders anfühlt.

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    Der Road Trip Modus ist praktisch der Story-Modus von Kirby Air Riders. Er besteht aus aufeinanderfolgenden Kapiteln, die alle Facetten abdecken, also normale Rennen, City Trial ähnliche Sammel Abschnitte und auch Bosskämpfe.

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    Ganz perfekt ist die Struktur nicht. Ein klassischer Grand Prix Modus über mehrere Strecken fehlt, was vor allem Solo Spieler merken, die gerne in festen Meisterschaften spielen. City Trial setzt außerdem stark auf Zufall, weil Power Ups und Events nicht planbar sind, und das kann sich gelegentlich unfair anfühlen, wenn ein Spieler deutlich mehr Glück hat als der Rest. Gleichzeitig ist genau dieses Chaos der Grund, warum City Trial in Gruppen so gut funktioniert, weil die Session eher wie ein gemeinsames Ereignis wirkt als wie ein sauber austariertes Rennen.

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    Beim Multiplayer zeigt Kirby Air Riders viele Optionen. Lokal sind bis zu vier Spieler im Splitscreen möglich, und über lokales Drahtlos Spiel können sich bis zu acht Nintendo Switch 2 Konsolen für City Trial verbinden, wobei pro Gerät ein Fahrer spielt. Online sind Rennen mit bis zu sechs Fahrern möglich und City Trial lässt sich sogar mit bis zu 16 Spielern gleichzeitig spielen. Dazu gibt es einen Paddock als Lobby, in dem sich Spieler treffen, über Sticker und ein Radial Menü kommunizieren und gemeinsam Matches starten, wobei ein Ranking System Spieler ähnlicher Stärke zusammenführt. Wer lokal im Splitscreen spielt, sollte nur wissen, dass Freischaltungen auf das Profil des Hosts gehen, während online jeder seinen eigenen Fortschritt behält.

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    Amiibo Funktionen sind vorhanden, aber klar als Zusatz gedacht. Die Kirby Air Riders Amiibo kommen als Kombi aus Figur und Fahrzeug und lassen sich magnetisch zusammenstecken. Im Spiel schalten sie sogenannte Figure Player frei, also KI Mitfahrer, die gemeinsam mit dem eigenen Profil leveln und eher wie Trainingspartner funktionieren. Exklusive spielbare Charaktere hängen nicht an Amiibo, und wer das Feature ignoriert, verpasst keine Inhalte der Kernmodi.

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    Kirby Air Riders – Grafik und Performance

    Optisch setzt Kirby Air Riders auf einen sehr klaren Kirby Look, kombiniert mit auffällig modernen Licht Effekten. Die Figuren wirken plastisch und leicht glänzend, und die Beleuchtung reagiert sichtbar auf dynamische Situationen wie Sprünge, Explosionen oder Fahrzeuge, die in engen Passagen aneinander vorbeiziehen. Die Strecken wechseln zwischen freundlichen Wald Abschnitten, Neon Stadt Kulissen und mechanischen Festungen. Dazu kommen viele kleine Animationen, etwa Reaktionen der Charaktere bei Landungen oder Treffer Effekte, die eher cartoonig als realistisch inszeniert sind.

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    Technisch läuft das Spiel auf der Nintendo Switch 2 in den meisten Situationen mit 60 Bildern pro Sekunde. Im Dock arbeitet es mit dynamischer Auflösung und landet häufig bei 1080p, während in weniger anspruchsvollen Szenen höhere Werte möglich sind. Im Handheld Modus bewegt sich die Auflösung oft um 900p und geht bei sehr effektlastigen Momenten sichtbar herunter, bleibt aber insgesamt scharf genug, um Fahrbahn und Items gut zu lesen.

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    Positiv fallen die sehr kurzen Ladezeiten auf, die Streckenwechsel schnell machen und die Session Struktur unterstützen. Größere Stabilitätsprobleme sind selten, und bekannte Bugs betreffen eher kosmetische Details oder Balancing. Ein Punkt, der je nach Bildschirm stärker stören kann, ist die HDR Darstellung, die nicht immer sauber wirkt und bei dunkleren Szenen eher zu flach oder zu dunkel ausfallen kann. Wer das merkt, fährt mit SDR oft konsistenter, weil die Kontraste dann natürlicher wirken.

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    Kirby Air Riders – Musik und Sounddesign

    Der Soundtrack mischt neue Stücke mit Remixes bekannter Kirby Melodien und trifft damit genau die Balance aus leichtem Kirby Ton und klarer Renn Energie. Einige Tracks reagieren dynamisch auf die Situation, etwa wenn die Intensität zum Ende eines Rennens steigt und die Musik spürbar anzieht. Dazu kommen wiederverwendete Klassiker aus Kirby Air Ride, was vor allem bei bekannten Strecken Themen sofort den Nostalgie Effekt triggert. Wer gerne stöbert, findet im Sound Test sogar eine Musikvisualisierung, die zu einzelnen Tracks passende Effekte und kleine Szenen abspielt.

    Soundeffekte sind sehr präsent und klar gemischt. Kollisionen, Boosts und Treffer geben deutliches Feedback, und im City Trial unterstützen Umgebungsgeräusche das Gefühl, dass in der Stadt gerade etwas passiert. Dazu hilft die Mischung, weil wichtige Hinweise wie Item Pickup hörbar im Vordergrund liegen, statt im Motorenlärm zu verschwinden. Praktisch sind die getrennten Lautstärke Regler für Musik, Effekte, Motoren, Umgebung und Stimme, weil sich damit der Schwerpunkt sehr schnell auf das legen lässt, was man in hektischen Modi wie City Trial tatsächlich hören möchte.

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    Kirby Air Riders – Preis und Verfügbarkeit

    Kirby Air Riders ist exklusiv für die Nintendo Switch 2 erhältlich und wird sowohl als Modul als auch als Download im Nintendo eShop angeboten. Alle Singleplayer Inhalte und lokale Multiplayer Modi funktionieren auch offline, für Online Rennen und Online Funktionen ist hingegen ein Nintendo Switch Online Abo erforderlich.

    Preislich liegt das Spiel bei 69,99 Euro, sowohl digital als auch physisch. Zusätzliche kostenpflichtige Inhalte gibt es nicht, denn DLC und Mikrotransaktionen sind laut den Entwicklern selbst nicht Teil des Konzepts, und Updates drehen sich hauptsächlich um Balance und technische Korrekturen.

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    Kirby Air Riders

    8.8

    Kirby Air Riders verbindet sehr zugängliche Steuerung mit genug Tiefe, um auch nach vielen Runden noch neue Details im Fahr und Item Timing zu entdecken. Der Road Trip Modus gibt dem Spiel eine klare Struktur und sorgt dafür, dass Story, Bosskämpfe und Herausforderungen mehr sind als nur ein kurzer Bonus. City Trial bleibt das Herzstück für gemeinsame Sessions, weil die fünf Minuten Jagd und das Stadium Finale jedes Mal neue Geschichten produzieren. In Kombination mit der starken Präsentation und den vielen Komfort Optionen entsteht ein Rennspiel, das sowohl solo als auch in Gruppen lange trägt.

    Pro
    • Sehr leicht zugängliche Steuerung mit echter Spieltiefe durch Specials und Copy Fähigkeiten
    • Road Trip Modus mit eigener Story, Cutscenes und abwechslungsreichen Missionsformaten
    • City Trial als starker Party Modus, online mit bis zu 16 Spielern
    • Kurze Ladezeiten und meist stabile 60 Bilder pro Sekunde auf der Nintendo Switch 2
    • Keine Mikrotransaktionen und keine DLCs
    Kontra
    • City Trial bietet weiterhin nur eine Stadtkarte
    • Ein-Button-Steuerung könnte für einige Spieler zu simpel sein
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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