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    Lexar NM790 2TB – Ausstattung und Technik

    Die Lexar NM790 passt in jeden M.2-Steckplatz mit M-Key im Format 2280, also in aktuelle Desktop-Mainboards, in Notebooks und in den Erweiterungsschacht der PlayStation 5. Die Anbindung läuft über PCIe 4.0 x4 nach NVMe 1.4, das 4-TB-Modell nutzt NVMe 2.0. In einem PCIe-3.0-Steckplatz arbeitet die SSD ebenfalls, dann allerdings gedeckelt bei rund 3.500 MB/s.

    Lexar NM790 M2 SSD PCIE 2 TB Speicher Testbericht Test Review

    Als Controller arbeitet der Maxio MAP1602A, ein Vierkanal-Chip in 12-Nanometer-Fertigung mit ARM-Cortex-R5-Kernen. Dazu kommen zwei Speicherpakete mit 232-Layer-3D-TLC-NAND von YMTC. Einen DRAM-Chip hat die SSD nicht, die Zuordnungstabellen liegen per Host Memory Buffer im Arbeitsspeicher des Rechners. Unter Windows belegt die Lexar NM790 dafür etwa 40 Megabyte. Das senkt Stromverbrauch und Kosten, setzt aber voraus, dass das System diese Funktion unterstützt. Bei aktuellen Mainboards, Notebooks und Windows-Installationen ist sie standardmäßig aktiv.

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    Für zufällige Zugriffe nennt Lexar bis zu 1.000.000 IOPS beim Lesen und 900.000 IOPS beim Schreiben. Die Schreibfestigkeit liegt bei 1.500 TBW, die Garantie von fünf Jahren ist an diesen Wert gekoppelt. Als mittlere Lebensdauer gibt Lexar 1,5 Millionen Stunden an.

    Die Leistungsaufnahme bleibt niedrig. Im Leerlauf zieht die SSD weniger als ein Watt, unter Volllast bleibt sie knapp unter vier Watt. Lexar wirbt mit bis zu 40 Prozent weniger Verbrauch gegenüber DRAM-bestückten PCIe-4.0-SSDs, und der geringere Wärmeeintrag ist im Betrieb deutlich spürbar. Eine Hardware-Verschlüsselung nach TCG Opal hat die Lexar NM790 nicht. Wer das Laufwerk verschlüsseln möchte, nutzt BitLocker oder LUKS, was etwas CPU-Last kostet. Für private Nutzung fällt das kaum ins Gewicht, für verwaltete Firmengeräte mit Opal-Vorgabe scheidet die SSD damit aus.

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    Angeboten wird die Lexar NM790 als nacktes Modul und mit vormontiertem Kühlkörper. Die Version mit Kühlkörper bleibt mit 9,7 Millimetern unter der von Sony vorgegebenen Bauhöhe von 11,25 Millimetern für M.2-SSDs in der PlayStation 5, für die meisten Notebook-Schächte ist sie dagegen zu hoch. Beim Standardmodell liegt nur die SSD selbst bei, ein Kühlkörper gehört nicht dazu. In dieser Produktklasse ist das die Regel, und die meisten aktuellen Mainboards bringen einen eigenen M.2-Kühler mit.

    Lexar NM790 2TB – Leistung, Temperaturen und Benchmarks

    Im Desktop-PC unter dem M.2-Kühler des Mainboards erreicht die Lexar NM790 sequenziell rund 7.400 MB/s beim Lesen und etwa 6.600 MB/s beim Schreiben. Die Werksangaben werden damit erreicht und die PCIe-4.0-Anbindung ist ausgereizt. Bei zufälligen 4K-Zugriffen mit hoher Warteschlangentiefe stehen etwa 850.000 IOPS lesend und rund 540.000 IOPS schreibend an.

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    Da wir möglichst versuchen typische Anwendersetup darzustellen, haben wir es für diesen Test als zweites Laufwerk im Razer Blade 18 eingebaut. In CrystalDiskMark stehen dort 7.086 MB/s beim Lesen und 6.419 MB/s beim Schreiben an (1 MB, Q8T1), also praktisch dasselbe Niveau wie im Desktop-PC. Mit einem einzelnen Zugriffsstrang (Q1T1) sinkt der Lesewert auf 4.949 MB/s, geschrieben wird mit 5.263 MB/s. Dass die SSD in dieser Disziplin schneller schreibt als liest, liegt am SLC-Cache, der eingehende Daten sofort annimmt.

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    Bei zufälligen 4K-Zugriffen mit Warteschlangentiefe 32 liegen im Notebook 1.206 MB/s lesend und 1.064 MB/s schreibend an, umgerechnet etwa 294.000 und 260.000 IOPS. Die von Lexar genannten 1.000.000 IOPS setzen deutlich mehr parallele Zugriffsstränge voraus. Näher am Alltag liegt die Warteschlangentiefe 1, und dort erreicht die SSD 70 MB/s lesend und 154 MB/s schreibend. Das ist der Bereich, der beim Starten von Programmen und beim Laden von Spielen zählt, und für ein Laufwerk ohne eigenen DRAM ist der Wert gut. Die schnellsten PCIe-4.0-SSDs mit DRAM-Chip liegen beim Lesen etwas darüber.

    Der Blackmagic Disk Speed Test arbeitet mit großen Videodateien statt mit synthetischen Blöcken und kommt im Razer Blade 18 über mehrere Durchläufe auf 5.224 bis 5.470 MB/s beim Lesen und 5.205 bis 5.350 MB/s beim Schreiben. Die Werte bleiben über die Durchläufe hinweg konstant, ein Einbruch durch Erwärmung tritt nicht auf.

    Aufschlussreicher als die Spitzenwerte ist das Verhalten bei langen Schreibvorgängen. Die Lexar NM790 legt rund 280 Gigabyte ihrer Kapazität dynamisch als SLC-Cache an. Solange die Daten dort landen, schreibt sie am Stück mit etwa 5 GB/s. Danach fällt die Rate auf rund 2,5 GB/s und hält dieses Niveau bis etwa 1,3 Terabyte. Erst dann bricht sie kurzzeitig auf rund 800 MB/s ein und fängt sich wieder. Über die volle Kapazität gemittelt bleiben etwa 1,4 GB/s stehen. Eine kurze Pause zwischen zwei Transfers reicht aus, damit der Cache in den TLC-Bereich ausgelagert wird und die volle Geschwindigkeit wieder bereitsteht.

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    Bei den Temperaturen macht sich der niedrige Verbrauch bemerkbar. Im Leerlauf pendelt sich die SSD bei etwa 40 Grad ein. Unter dem M.2-Kühler eines aktuellen Mainboards bleibt sie im Spielbetrieb bei 45 bis 50 Grad und erreicht bei großen Kopiervorgängen um die 60 Grad. Eine Drosselung tritt dabei nicht auf. Ohne jeden Kühler und in einem Gehäuse mit wenig Luftstrom klettert die Temperatur bei minutenlangen Schreiblasten in Richtung 70 Grad, dann reduziert der Controller die Geschwindigkeit. Ein einfacher M.2-Kühler löst das, und mitgeliefert wird ein solcher bei den meisten Konkurrenzmodellen ebenso wenig. Im engen M.2-Schacht des Razer Blade 18 blieb die Leistung auch nach mehreren Durchläufen hintereinander stabil.

    Über den gesamten Testzeitraum arbeitete die Lexar NM790 stabil. Lesefehler, Aussetzer oder Abmeldungen aus dem System traten nicht auf, auch nicht nach mehreren Stunden Dauerlast.

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    Lexar NM790 2TB – Praxisleistung

    Im Alltag ruft kaum eine Anwendung die vollen 7.400 MB/s ab. Deutlich wird der Unterschied beim Umstieg von einer SATA-SSD, wo sich Startzeiten von Windows und Ladezeiten in Spielen sichtbar verkürzen. Gegenüber einer anderen PCIe-4.0-SSD fallen die Unterschiede beim Spielen dagegen gering aus, weil Spiele-Engines selten rein sequenziell und kaum mit hoher Warteschlangentiefe lesen.

    Als Spielelaufwerk passt die Kapazität von 2 TB gut zu aktuellen Titeln, von denen einzelne 150 Gigabyte und mehr belegen. Eine Installation dieser Größe landet komplett im SLC-Cache und geht entsprechend zügig durch, egal ob die Daten von einer zweiten NVMe-SSD oder aus einem schnellen Download kommen. Auch das Verschieben ganzer Steam-Bibliotheken zwischen zwei Laufwerken bleibt im schnellen Bereich, solange der Transfer unter der Cache-Grenze bleibt.

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    Für den Videoschnitt ordnet der Blackmagic Disk Speed Test die SSD passend ein. Das Werkzeug stuft alle geprüften Formate bis 8K DCI 60 als schreib- und lesetauglich ein, in Blackmagic RAW und ProRes 422 HQ zusätzlich 12K DCI. Für Schnittprojekte mit hochauflösendem Material reicht das Laufwerk damit aus, solange die Transfers unter der Cache-Grenze bleiben. Wer Rohmaterial im Terabyte-Bereich am Stück umkopiert, schreibt danach mit rund 2,5 GB/s weiter. Das ist weiterhin schnell, liegt aber unter dem, was Laufwerke mit höherer Dauerschreibrate halten. Für Foto- und Projektarchive, die in Etappen wachsen, spielt das keine Rolle, weil der Cache zwischen den Transfers wieder frei wird.

    Lexar NM790 M2 SSD PCIE 2 TB Speicher Testbericht Test Review

    Im Notebook zahlt sich die niedrige Leistungsaufnahme aus, wie der Einbau in das Razer Blade 18 zeigt. Die SSD heizt das Gehäuse weniger auf als DRAM-bestückte Alternativen, und die Leistung bleibt auch im engen Schacht konstant. Für Notebooks ist das Standardmodell die richtige Version, weil die Ausführung mit Kühlkörper dort in den meisten Fällen nicht hineinpasst.

    Preis und Verfügbarkeit

    Die Lexar NM790 ist bereits erhältlich. Die 2-TB-Version ohne Kühlkörper liegt im Handel bei rund 256 bis 275 Euro, die Ausführung mit Kühlkörper beginnt bei etwa 290 Euro. Angeboten wird die SSD über Elektronikmärkte und den Online-Handel. Neben der 2-TB-Variante gibt es die Lexar NM790 mit 512 GB, 1 TB und 4 TB, die Version mit Kühlkörper ab 1 TB. Auf alle Kapazitäten gibt Lexar fünf Jahre Garantie.

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    Lexar NM790 2TB

    8.8

    Die Lexar NM790 liefert in der 2-TB-Version die Leistung, die auf der Verpackung steht, und bleibt dabei sparsam und kühl. Im Razer Blade 18 stehen über 7.000 MB/s beim Lesen und knapp 6.400 MB/s beim Schreiben an, und die Werte bleiben über mehrere Durchläufe hinweg konstant. Der große SLC-Cache fängt selbst umfangreiche Spieleinstallationen und Videoprojekte komplett ab, und bei den zufälligen Zugriffen, die im Alltag zählen, hält das DRAM-lose Laufwerk mit teureren PCIe-4.0-SSDs mit. Wer eine schnelle und sparsame Gen-4-SSD für Spiele und Projektdateien sucht, bekommt hier ein rundes Paket mit fünf Jahren Garantie, und für die PlayStation 5 steht dieselbe SSD mit passendem Kühlkörper bereit.

    Pro
    • Sequenzielle Raten von rund 7.400 MB/s lesend und 6.600 MB/s schreibend
    • Großer SLC-Cache von etwa 280 Gigabyte
    • Sehr niedrige Leistungsaufnahme und entsprechend geringe Abwärme
    • 1.500 TBW und fünf Jahre Garantie
    Kontra
    • Ohne M.2-Kühler unter Dauerlast Drosselung möglich
    • Für eine PCIe-4.0-SSD derzeit vergleichsweise teuer (wie aktuell jedoch alle SSDs)
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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