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    Mouse: P.I. For Hire ist ein klassischer Boomer-Shooter im Schwarz-Weiß-Cartoon-Stil der 1930er Jahre. Man übernimmt die Rolle des Privatdetektivs Jack Pepper, der sich durch eine Mäusestadt namens Mouseburg schießt. Entwickelt wurde das Spiel von Fumi Games, der Publisher ist PlaySide. Wir testen hier heute Nintendo-Switch-2-Fassung.

    Mouse- P.I. For Hire Nintendo Switch 2 Testbericht Test Review

    Mouse: P.I. For Hire – Story und Atmosphäre

    Jack Pepper ist Kriegsveteran und ehemaliger Polizist, der nun als Privatdetektiv arbeitet. Was als simpler Vermisstenfall um einen Bühnenmagier beginnt, wächst sich zu einer Verschwörung aus, in die korrupte Polizisten, rivalisierende Gangs, krumme Politiker und eine quasi-faschistische Partei verwickelt sind, die gezielt gegen die Spitzmäuse-Minderheit in Mouseburg vorgeht.

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    Die Story zieht klassische Film-Noir-Elemente wie eine Femme Fatale und unzuverlässige Verbündete mit überdrehten Cartoon-Anleihen zusammen, dazu kommen viele Wortspiele rund um Käse und Milch.

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    Erzählt wird die Geschichte über klassische Zwischensequenzen, Voice-over-Monologe von Jack Pepper und nebenbei eingestreute Radiodurchsagen, Wandplakate und Zeitungen.

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    Sammelnotizen vertiefen den Hintergrund zur Stadt, zu Streiks und früheren Skandalen. Der Spagat zwischen ernster Krimiebene und absurdem Cartoon-Witz funktioniert über die gesamte Spielzeit, auch wenn die Stadt politisch düsterer wirkt, als die knubbeligen Animationen vermuten lassen. Manche Nebenfiguren sind ziemlich klischeehaft gezeichnet, das passt aber zum Stil.

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    Mouse: P.I. For Hire – Gameplay und Kampfsystem

    Im Kern ist Mouse: P.I. For Hire ein klassischer Arena-Shooter aus der Ego-Perspektive, klar im Geist von Doom. Sprinten, Dashen und Springen sind die Hauptmittel, um in den Kämpfen am Leben zu bleiben, Deckung spielt eine kleinere Rolle als ständige Bewegung. Gesundheit, Munition und gelegentlich Spezialmunition wollen verwaltet werden, geheilt wird über klassische Pickups, die großzügig in den Arenen liegen.

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    Die Waffenpalette wächst stetig: Pistolen und Standardgewehre zu Beginn, später Schrotflinten, Maschinengewehre und exotische Cartoon-Waffen wie die X1 D-Mousifier-Raygun.

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    Über gefundene Baupläne und Ingame-Geld lassen sich Waffen aufrüsten, manche bekommen dadurch alternative Feuermodi. Im Spielverlauf schaltet Jack Pepper außerdem neue Bewegungsfähigkeiten wie Doppelsprung und Wandlauf frei, mit denen sich frühere Levelabschnitte teils neu erkunden lassen.

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    Strukturell wechseln sich abgeriegelte Kampfarenen mit ruhigeren Erkundungs- und Ermittlungsphasen ab. Mouseburg dient als Hub: Hier nimmt der Spieler neue Fälle an, redet mit NPCs, kauft Upgrades und startet optionale Side Jobs, von kleinen Ermittlungen über Bodyguard-Aufträge bis zu Sammelaufgaben. Im Bar-Minispiel mit Baseball-Karten lassen sich am „Prize D-Spenser“ mächtige Waffen freischalten. Die Hauptkampagne dauert je nach Spielweise zwischen acht und vierzehn Stunden, Komplettisten kommen auf 20 Stunden und mehr.

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    Das Schussgefühl ist solide, aber nicht die größte Stärke des Spiels. Die Waffen klingen wuchtig und die Treffer werden mit Cartoon-Effekten klar quittiert, die Reaktionen der Standardgegner bleiben jedoch etwas hölzern. Manche Mäuse und Ratten halten ohne die richtigen Upgrades oder die passende Waffe deutlich zu viel aus.

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    Die Bosskämpfe sind dagegen ein Höhepunkt: Mehrphasige Arenagefechte mit eigenen Mustern und zusätzlichen Gegnerwellen Auf den höheren Schwierigkeitsstufen wird Bewegung zur Hauptverteidigung, weil teleportierende Scharfschützen und Sprungangreifer den Spieler zwingen, die vertikale Ebene und Deckung der Arena aktiv auszunutzen. Der Aim-Assist lässt sich in mehreren Stufen regeln, eine Gyro-Steuerung über die Joy-Con 2 gibt es nicht.

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    Mouse: P.I. For Hire – Grafik und Performance

    Optisch ist Mouse: P.I. For Hire einer der eigenwilligsten Shooter auf der Nintendo Switch 2. Reines Schwarz-Weiß, Filmkorn, Vignette und Rubberhose-Animationen, die Bild für Bild von Hand gezeichnet wirken. Die Figuren biegen und strecken sich wie in alten Disney- und Fleischer-Cartoons, während die Beleuchtung mit harten Kontrasten klassischen Film Noir zitiert. Dieser Stil trägt das Spiel und gibt selbst kleinen Räumen wie einem Hinterhof oder einer Kaschemme klaren Charakter.

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    Auf der Nintendo Switch 2 gibt es zwei Modi. Der Performance-Modus zielt im Handheld auf 900p bei 60 fps und im Dock auf 1080p bei 60 fps. Der Quality-Modus geht im Handheld auf 1260p bei 30 fps mit Supersampling auf das 1080p-Display und im Dock auf 1440p bei 40 fps. Die Installationsgröße liegt bei rund 15 GB.

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    Der Performance-Modus passt am besten zum Tempo des Spiels. Die 60 fps halten in den meisten Situationen sauber, nur in größeren Außenarealen und bei vielen Gegnern auf dem Schirm rutscht die Bildrate spürbar ab, gefühlt in Richtung 40 fps. Spielbrechend ist das nicht, fällt im hektischen Geschehen aber auf.

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    Mouse: P.I. For Hire – Musik und Sounddesign

    Der Soundtrack besteht aus originalem Big-Band-Jazz mit klarem Schwerpunkt auf Swing- und Noir-Themen. In der Bar oder im Büro spielt verrauchter Lounge-Jazz, sobald die Schießereien losgehen, schaltet das Orchester einen Gang höher und treibt die Action mit Bläsern und Schlagzeug an. Die Musik gehört zum Stärksten am Spiel und macht aus dem Cartoon-Look erst die Mouseburg-Atmosphäre.

    Die Waffen sind absichtlich übertrieben abgemischt: Schüsse hallen lange nach, Treffer klingen leicht komödiantisch, das passt zum Stil und nimmt der Wucht nichts. Umgebungsgeräusche wie Regen, Straßenrummel oder die Kulisse einer Oper geben den Schauplätzen Tiefe. Der Mix trennt Dialog, Musik und Effekte sauber, die einzelnen Kanäle lassen sich über die Lautstärkeregler getrennt anpassen.

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    Die englische Sprachausgabe ist komplett vertont, Jack Pepper wird von Troy Baker gesprochen, sein zynischer Noir-Monolog mit unzähligen Käse-One-Linern trägt einen großen Teil der Story.

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    Mouse: P.I. For Hire – Preis und Verfügbarkeit

    Mouse: P.I. For Hire ist seit dem 16. April 2026 für die Nintendo Switch 2 als Download im Nintendo eShop und als physische Cartridge erhältlich. Die digitale Standard-Edition kostet 29,99 Euro, etwa über den Nintendo eShop.

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    Mouse: P.I. For Hire

    9

    Mouse: P.I. For Hire ist ein eigensinniger Boomer-Shooter, der seinen Cartoon-Noir-Stil mit viel Sorgfalt und einer dichten Story trägt. Mouseburg ist ein Schauplatz mit eigenem Profil, und der Big-Band-Soundtrack zusammen mit Troy Bakers Sprecherleistung hebt die Atmosphäre weit über das Übliche hinaus. Auf der Nintendo Switch 2 läuft das Spiel im Performance-Modus weitgehend flüssig, und die wenigen Frame-Rate-Schwankungen in großen Gefechten ziehen den Gesamteindruck nicht entscheidend nach unten. Für Fans klassischer Arena-Shooter ist das Spiel eine klare Empfehlung.

    Pro
    • Ausdrucksstarker Schwarz-Weiß-Cartoon-Look mit handgezeichneten Animationen
    • Dichte Noir-Geschichte mit überraschend ernster Tonlage
    • Hervorragender Big-Band-Jazz-Soundtrack
    • Troy Baker als Jack Pepper trägt die Erzählung
    Kontra
    • Manche Standardgegner halten ohne Upgrades zu viel aus
    • Frame-Rate fällt im Performance-Modus in großen Außengefechten ab
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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