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    PRAGMATA ist Capcoms neue Sci-Fi-Action-IP und ein Third-Person-Shooter, der auf einer Mondforschungsstation der Firma Delphi spielt. Im Zentrum stehen der Astronaut Hugh Williams und die Androidin Diana, die zusammen versuchen, einer außer Kontrolle geratenen KI zu entkommen und zur Erde zurückzukehren. Hier geht es um die wirklich gelungene Nintendo Switch 2 Edition.

    PRAGMATA Nintendo Switch 2 Testbericht Test Review

    PRAGMATA – Story und Atmosphäre

    Hugh landet mit seinem Team auf der Mondforschungsstation, findet keine Menschen mehr vor, sondern feindliche Roboter und eine stationseigene KI namens IDUS.

    Als einziger überlebender trifft er auf Diana, ein kindlich wirkendes Androidenmodell, das Maschinen und Systeme hacken kann. Von da an wird klar, dass PRAGMATA keine reine Survival-Horror-Geschichte erzählen will, sondern eine Vater-Tochter-Dynamik zwischen einem abgeklärten Astronauten und einer neugierigen KI.

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    Hugh erklärt Diana Elemente des menschlichen Lebens und verspricht ihr, dass sie eines Tages das Meer auf der Erde sehen wird. Dieser rote Faden trägt die Geschichte über ihre zehn bis zwölf Stunden Spielzeit erstaunlich gut und ist anders als die übliche Begleiterdynamik, wie man aus anderen Spielen kennt.

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    Die Atmosphäre der Station variiert von Ort zu Ort sehr. Delphi hat hier nicht nur Labore und Wohnmodule gebaut, sondern ganze Sektoren, die die Erde nachahmen sollen: ein per 3D-Drucker entstandener New-Yorker Straßenzug, ein Indoor-Wald mit künstlichem Tageslicht. Der Kontrast zwischen diesen surrealen Kulissen und den klaustrophobischen Metallkorridoren gibt der Mondstation ein besonderes und abwechslungsreiches Profil. Audio-Logs und Terminaleinträge erklären nach und nach, was mit dem Experiment rund um den Lunafilament-Stoff schiefgegangen ist. Sehr ähnlich wie in Resident Evil.

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    Erzählerisch bleibt PRAGMATA solide, ohne wirklich zu überraschen. Die Wendungen um den Delphi-Konzern und die Stations-KI IDUS sind stimmig, aber selten unerwartet. Das emotionale Zentrum zwischen Hugh und Diana funktioniert trotzdem, weil beide Figuren gut geschrieben und überzeugend vertont sind.

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    PRAGMATA – Gameplay und Kampfsystem

    Das Herzstück ist eine ungewöhnliche Mechanik. Beim Zielen auf einen Gegner öffnet sich am rechten Bildschirmrand Dianas Hacking-Raster. Während Hugh ausweicht und schießt, muss parallel der Cursor im Hack-Grid bewegt werden, um eine grüne Zielkachel zu erreichen.

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    Erst wenn Diana den Hack abschließt, wird die Panzerung des Feindes kurzzeitig geöffnet, und nur in diesem Fenster richten Schüsse echten Schaden an. Das fühlt sich zu Beginn vielleicht etwas stressig an, entwickelt sich nach einigen Gefechten zu einem eigenen spaßigen Rhythmus aus Bewegung, Zielen und Hacken.

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    Das Hacking-Grid ist mehr als nur ein Weg vom Start zum Ziel. Es enthält Bonus-Knoten, die mehrere Gegner gleichzeitig betreffen oder Defensivwerte dauerhaft senken, Fallen, die gemieden werden müssen, und in späteren Bosskämpfen rote Blockaden, die erst durch Beschuss zerstört werden müssen, bevor Diana den Pfad vollenden kann. Jeder Kampf wird so umso spannender.

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    Die Standardpistole regeneriert langsam Munition und ist immer verfügbar, alle stärkeren Waffen (Schrotflinte, Sturmgewehre, Spezialgeräte wie Decoy-Gun oder Stasis-Netz) haben begrenzte Munition und verschwinden, sobald sie leer sind. Dazu kommen Thruster im Raumanzug, mit denen Hugh seitlich dashen und kurz schweben kann, was vor allem in engeren Arenen wichtig wird.

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    Progression läuft über den Shelter, den Hub zwischen den Missionen. Dort werden Pure Lunum in Lebenspunkte, Hacking-Effizienz und Thruster investiert, Waffen mit Mods erweitert und neue Hacking-Module für Diana freigeschaltet.

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    Der Roboter Cabin bietet zusätzlich Trainingsprogramme, die bestimmte Mechaniken üben und Materialien rauswerfen. Builds rund um Hitze-Effekte oder andere Spezialisierungen sorgen für Tiefe.

    Zwei Schwierigkeitsgrade stehen zu Beginn zur Wahl, ein höherer Modus schaltet sich nach Abschluss frei. Frustmomente entstehen vor allem in Szenen mit vielen Gegnern gleichzeitig, wenn das Bild durch Effekte und Hack-Knoten unübersichtlich wird. Das Pflicht-Hacken vor jedem effektiven Schuss ist ein Bremsklotz für alle, die klassisches Draufhalten gewohnt sind, und genau das ist der Punkt: PRAGMATA will kein Standard-Shooter sein und sollte es auch nicht. Denn so würde nicht nicht mal halb so viel Spaß machen.

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    PRAGMATA – Grafik und Performance

    Optisch ist PRAGMATA ein RE-Engine-Titel mit allem, was dazugehört. Metallische Innenräume, Neon-Akzente, kontrastreiche Charaktere und die surrealen Kulissen wie der New-Yorker Straßenzug oder der Indoor-Wald sehen auch auf der Nintendo Switch 2 überzeugend aus. Der Port setzt auf DLSS: Im Dock läuft das Spiel mit einer internen Auflösung um die 540p und wird auf 1080p hochskaliert, im Handheld-Modus rekonstruiert DLSS von etwa 360p auf die Display-Auflösung. Das Bild ist weicher als auf PlayStation 5 oder PC, aber deutlich sauberer, als die Ausgangsauflösung vermuten lässt.

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    Im Handheld-Modus wirkt die Darstellung stimmiger, weil die Weichheit auf dem kleineren Screen kaum ins Gewicht fällt. Im Dock-Betrieb sind Texturen in manchen Szenen matschiger, Dianas Haarphysik ist sichtbar reduziert und die Schattenqualität liegt hinter der PlayStation 5 Fassung zurück. Für die Hardware der Nintendo Switch 2 bleibt das ein bemerkenswerter, fantastischer Port.

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    Die Framerate ist der wunde Punkt. PRAGMATA läuft mit einer unbegrenzten Bildrate, die sich in anspruchsvolleren Kämpfen meist zwischen 30 und 40 fps bewegt und in ruhigeren Innenräumen Richtung 50 fps klettert. Eine Option, die Framerate fest auf 30 fps zu locken, fehlt, ebenso umschaltbare Grafikmodi zwischen Qualität und Performance. Ehrlich gesagt stört mich das persönlich nicht wirklich, da ich überwiegend ein sehr flüssiges Erlebnis hatte.

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    PRAGMATA – Musik und Sounddesign

    Der Soundtrack hält sich in Erkundungsphasen zurück und lässt die Umgebungsgeräusche arbeiten: das Summen der Station, das Klacken ferner Roboter, Luftschleusen, die sich öffnen. In Bosskämpfen zieht die Musik dann merklich an und treibt die Auseinandersetzungen voran. Im Shelter läuft ruhige Musik, die zu den Gesprächen zwischen Hugh und Diana passt.

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    Das Waffen-Sounddesign ist wuchtig, das Trefferfeedback klar, und besonders die akustische Rückmeldung beim Hacken wirkt unterstützend: Diana bestätigt erfolgreiche Zwischenschritte mit kurzen Sprachfetzen, der Moment, in dem die Panzerung eines Gegners aufbricht, hat einen eigenen Klang. Die deutsche Sprachausgabe ist sauber besetzt, Hugh und Diana tragen ihre Dialoge überzeugend, und auch die wenigen Nebenfiguren kommen nicht generisch daher.

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    PRAGMATA – Preis und Verfügbarkeit

    PRAGMATA ist seit dem 24. April 2026 für Nintendo Switch 2 erhältlich, digital im eShop und physisch als Game-Key-Card. Die Standard Edition kostet 59,99 Euro.

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    PRAGMATA

    9.5

    PRAGMATA bringt mit seinem parallelen Shooter-und-Hacker-Kampfsystem einen Genre-Mix auf die Nintendo Switch 2, der so noch nirgends zu finden war. Die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Hugh und Diana trägt die Story über die gesamte Spielzeit, das Stationsdesign bleibt im Kopf, und der Port liefert dank DLSS ein erstaunlich sauberes Bild trotz niedriger Ausgangsauflösung. Wer auf der Nintendo Switch 2 einen Shooter mit echtem Eigensinn sucht, bekommt hier einen Pflichtkauf.

    Pro
    • Hacking- und Shooter-Mix mit eigener Identität
    • Starke Chemie zwischen Hugh und Diana
    • Sauberer DLSS-Port mit überraschender Bildschärfe
    • Wuchtiges Sounddesign und gute deutsche Vertonung
    Kontra
    • Story bleibt in Wendungen vorhersehbar
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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