Der RingConn Gen 3 ist ein Smart Ring aus Titan, der Schlaf, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff, Atemfrequenz, Hauttemperatur, Stress und Aktivität und weitere Werte durchgehend erfasst und jetzt sogar vibrieren kann. Alles ohne Abo, trotz regelmäßiger Updates mit neuen Features. Warum der RingConn Gen 3 für die meisten der Eine Ring unter allen Smart Ringen ist, erzählen wir euch im Testbericht.
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RingConn Gen 3 – Design und Verarbeitung
Der RingConn Gen 3 besteht aus Titan mit PVD-Beschichtung außen und medizinischem Epoxid auf der Innenseite. Die Bauform nennt RingConn Squared-Circle: Der Innenring ist rund, die Außenkante läuft leicht kantig zu. Die Mindestdicke liegt bei 2,3 Millimetern, das Gewicht je nach Größe zwischen 2,5 und 3,5 Gramm. In Future Silver, also der Farbe, die ich im Test habe, wirkt die Oberfläche gleichmäßig glatt und spiegelt leicht. Das ist dieselbe Farbe, wie auch meine Gen 2, die bisher durch normalen Gebrauch keinen einzigen Kratzer hat. Selbst wenn, fällt es aufgrund des Glanzes auch kaum auf.
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Am Finger bleibt der Ring trotz Sensorik und Vibrationsmodul leicht und lässt sich über Tage und Nächte tragen, ohne zu stören. Gerade ich bin extrem empfindlich bei sowas und konnte ohne Probleme damit schlafen. Gegenüber dem RingConn Gen 2 wirkt der Ring fast identisch, wenn man sie nebeneinanderhält. Dass es seine schlanke Form beibehält ist definitiv ein Pluspunkt. Witzigerweise hatte ich am ersten Tag des Testes den Gen 2 getragen, weil ich sie vertauscht habe.
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Die Wasserresistenz gibt RingConn mit IP68 und 10 ATM an. Händewaschen, Duschen und Schwimmen sind damit unproblematisch, eine Freigabe für Tauchen oder Hochdruckwasser ist es nicht, und der Schutz kann über die Nutzungsdauer nachlassen. Da man sich ja meist die Hände jedoch mit Seife wäscht, nehme ich persönlich den Ring selbst immer ab, auch damit der Finger darunter trocken bleibt.
Im Lieferumfang liegen der Ring, das smarte Ladecase, ein USB-C-Kabel, das Benutzerhandbuch und eine Schnellstart-Anleitung. Je nach Bestellweg kommt vorab ein separates Größenkit mit Musterringen und Größenanleitung.
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RingConn Gen 3 – Größenbestimmung und Einrichtung
Der RingConn Gen 3 ist in den Größen 6 bis 15 erhältlich. RingConn gibt an, dass die Gen-3-Größen einem eigenen System folgen und nicht mit normalen Schmuckringen oder Ringen anderer Smart-Ring-Hersteller übereinstimmen. Beim Wechsel innerhalb der Reihe passt die bisherige Größe allerdings weiter: Größe 12 saß schon beim RingConn Gen 2 richtig und sitzt beim RingConn Gen 3 genauso. Das Größenkit habe ich deshalb diesmal übersprungen und direkt bestellt.
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Wer seine Größe nicht kennt, bekommt von RingConn ein kostenloses Größenkit. Darin liegen Musterringe in den verfügbaren Größen und Farben, sodass sich neben der Passform auch die Oberfläche vorab ansehen lässt, dazu eine kurze Anleitung. Der passende Musterring sollte eine Zeit lang durchgehend getragen werden, auch über Nacht, weil sich der Fingerumfang im Tagesverlauf und bei Wärme ändert. Mindestens eine Woche würde ich persönlich schon empfehlen. Erst nach der Bestätigung der Größe verschickt RingConn den eigentlichen Ring. Für Passform und Messung empfiehlt RingConn den Zeige-, Mittel- oder Ringfinger. Der Ring sollte satt sitzen, ohne beim Beugen zu drücken.
Die Bilder unten sind noch aus dem Testbericht des RingConn Gen 2, da ich hier nicht nochmal ein Testkit anfordern wollte.
Die Einrichtung selbst ist in wenigen Minuten erledigt. Zuerst wird die RingConn-App installiert und ein Konto angelegt, danach kommt der Ring in die Ladeschale, wodurch er beim ersten Mal aktiviert wird. Vor der ersten Nutzung sind 60 Minuten Ladung oder mindestens 80 Prozent Akkustand vorgesehen. Das Pairing startet in der App über das Profil, bei aktiviertem Bluetooth und höchstens einem Meter Abstand zwischen Ring und Smartphone. Vorausgesetzt werden iOS 17.0, Android 10.0 und Bluetooth 4.2 oder höher auf dem Smartphone.
RingConn Gen 3 – Technische Daten und Ausstattung
Im Ring sitzen ein optischer Herzfrequenzsensor, ein Temperatursensor, ein 3-Achsen-Beschleunigungssensor und ein Motor für das Vibrations-Feedback. Erfasst werden fortlaufend Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff, Atemfrequenz, Hauttemperatur, Stress, Schritte und Kalorien. Im Schlaf kommen Schlafdauer, Schlafphasen, Risikoindikatoren für Schlafapnoe und nächtliche vaskuläre Lasttrends hinzu. Die Verbindung läuft über Bluetooth 5.0.
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Bei der Laufzeit nennt RingConn 11 bis 14 Tage ohne Vibrationen und 10 bis 12 Tage bei rund 20 Sekunden Vibrationszeit pro Tag. Beide Angaben kommen im Alltag mit dem RingConn Gen 3 gut hin, wenn man den Ring auch wirklich dauerhaft trägt. Der Speicher im Ring fasst 10 Tage Daten offline, was Reisen ohne regelmäßige Synchronisation abdeckt und auch das Ladecase mit 500 Milliamperestunden ermöglicht bei Ringladung ab etwa 20 bis 30 Prozent über 15 Nachladungen. Das sind über 150 Tage Gesamtlaufzeit. Entsprechend kann man damit auch fast ein halbes Jahr unterwegs sein. Sorgen um den Akku muss man sich also kaum machen. Der RingConn Gen 3 ist nach etwa 90 Minuten voll, das Case nach 120 Minuten.
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Super ist das neue Case, denn beim Gen 2 hatte jede Größe ein eigenes Case, was ziemlich unsinnig war. Beim RingConn Gen 3 hat man eine neue magnetische Lösung gefunden, sodass jede Größe mit jedem Case funktioniert. Das ist für RingConn besser, da sie nicht so viele unterschiedliche Ladecases produzieren müssen und für den Nutzer auch gut, da mehrere in der Familie dasselbe Case nutzen können oder man auch leichter an Ersatz kommt.![]()
RingConn Gen 3 – Funktionen und Features
Das Schlaftracking ist die Kernfunktion. Der Ring liefert Schlafdauer, Schlafphasen, Vitaldaten der Nacht und einen Erholungswert. Dazu kommen die Schlafapnoe-Muster-Insights: Nach drei aufgezeichneten Nächten erstellt die App automatisch eine erste Auswertung mit konkretem AHI-Wert und schreibt sie danach mit jeder weiteren Nacht fort. Der Ablauf läuft ohne manuelles Starten oder Abendritual, was den Unterschied zu vielen Screening-Funktionen macht, die aktiv aufgerufen werden müssen. RingConn verweist auf eine gemeinsame Studie mit dem Shanghai Ruijin Hospital und ordnet die Ergebnisse als Referenzwerte ein, nicht als klinische Diagnose.
Die vaskulären Gesundheits-Insights sind die zweite Gen-3-Neuerung. Der Ring kombiniert nächtliche vaskuläre Belastungsmuster mit manuell eingetragenen Blutdruckwerten und Lebensstilfaktoren und leitet daraus Kreislauf- und Blutdrucktrends ab. In der Praxis heißt das: Zuerst werden Referenzwerte aus einer Oberarmmanschette in der App hinterlegt, danach ordnet die App die nächtlichen Messungen in einen Verlauf ein. Einzelne Blutdruckmesswerte liefert der Ring nicht, und RingConn führt die Blood Pressure Trends selbst als Beta-Feature. Der Nutzwert liegt in wiederkehrenden Tendenzen über Wochen, nicht in einer Momentaufnahme.
Die Smart Vibration Alerts sind eng gefasst. Der Ring gibt kurze Signale bei Gesundheitswarnungen, nach längerem Sitzen und bei niedrigem Akkustand. Benachrichtigungen vom Smartphone, Anrufe oder frei planbare Alarme gibt es nicht, ein Silent Alarm zum Aufwachen fehlt ebenfalls. Wer vom Stichwort Vibration eine smartwatch-artige Breite erwartet, liegt daneben. Als stille Erinnerung im Büroalltag ist die Funktion nützlich.
Dazu kommen Stress-Tracking, Blutsauerstoff- und HRV-Verläufe, Aktivitätsdaten, wöchentliche und jährliche Reports sowie persönliche Notizen in der App. Für Frauengesundheit gibt es Zyklus- und Fruchtbarkeitsauswertungen. Dieses wurde letztes Jahr sogar bei der Gen 2 als kostenloses Update nachgeliefert. Alle Gesundheitsfunktionen grenzt RingConn ausdrücklich von medizinischer Diagnostik ab.
Der Verzicht auf ein Abo kostet dabei keinen Funktionsumfang. Sämtliche Auswertungen, Reports und Langzeitverläufe sind mit dem Kauf freigeschaltet, und die Menge an Messdaten liegt auf dem Niveau von Ringen, die für den Zugriff auf ihre App monatlich Geld verlangen. Dazu kommen Funktionen, die nach dem Kauf per Update nachgeliefert werden, ohne dass man sie beim Kauf je erwartet hat. Beim RingConn Gen 2 sind über mehrere Monate hinweg neue Features, Auswertungen und zusätzliche Messwerte dazugekommen, die zum Kaufzeitpunkt nicht beworben und entsprechend auch nicht erwartet waren. Berechnet wurde dafür nichts, worüber ich mich jedes mal auch sehr gefreut habe.
Mittlerweile kann man den Ring sogar tracken, wobei der letzte Standort in der App angezeigt wird. Ist er in der Nähe, lässt er sich ganz leicht orten. Zwar gibt der RingConn Gen 3 kein Geräusch von sich, leuchtet dafür aber stark auf und die App zeigt die Entfernung zum Ring an.
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RingConn Gen 3 – App und Datennutzung
Ohne die RingConn-App und ein Konto läuft nichts: Einrichtung, Synchronisation und Auswertung finden komplett dort statt. Der Aufbau ist übersichtlich, mit einer Tagesübersicht, getrennten Bereichen für Schlaf, Erholung, Stress und Aktivität sowie Wochen- und Jahresreports für längere Verläufe. Eigene Notizen lassen sich einzelnen Tagen zuordnen, was beim Einordnen von Ausreißern hilft, etwa nach spätem Essen oder Alkohol.
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An der Datenmenge gibt es nichts zu kritisieren, an der Aufbereitung schon. Die Auswertungen bleiben allgemeiner formuliert und weniger persönlich zugeschnitten, als es der Umfang der erhobenen Werte zulassen würde. Wer Rohdaten, Verläufe und Vergleichswerte selbst lesen will, bekommt viel geboten. Wer einen Coach erwartet, der jeden Morgen konkret erklärt, was zu tun ist, bekommt weniger. Bei der Menge an Daten hilft es schon, wenn man diese regelmäßig durch eine separate KI Einordnen lässt. So habe ich das bisher gemacht.
Beim Wechsel des Smartphones oder des Rings bleiben die bisherigen Daten im RingConn-Konto erhalten, sofern der alte Ring vorher vollständig synchronisiert wurde und der neue Ring an dasselbe Konto gebunden wird. Extrem schade finde ich, dass sich pro Konto nur ein Ring synchronisieren lässt. Meinen Gen 2 musste ich z.B. entfernen und könnte es nur über ein zweites Konto mit einem zweiten Gerät nutzen, was natürlich schade ist. Über Apple Health und Google Health Connect landen die Werte auch in anderen Gesundheits-Apps.
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RingConn Gen 3 – Datenschutz und Cloud
RingConn dokumentiert Datenschutz und Cloudnutzung ausführlich. Personenbezogene Daten werden laut Datenschutzrichtlinie nicht verkauft, die Übertragung ist verschlüsselt, für internationale Transfers stützt sich RingConn auf Standardvertragsklauseln. Eine zusätzliche Datenschutzseite erklärt die Orientierung an GDPR und CCPA und listet die Rechte auf Zugang, Export, Korrektur, Löschung und Widerruf auf. Löschanfragen lassen sich direkt in der App stellen.
Für die vaskulären Funktionen gilt ein eigener Beta-Anhang in der Datenschutzrichtlinie. Sensible Blutdruckdaten und Rohsignale werden verschlüsselt gespeichert, bestimmte Datentypen werden innerhalb von 30 Tagen anonymisiert. Für globale App-Stabilität und dieses Feature beschreibt RingConn eigene Serverprozesse, teilweise auf Servern in China und für konkret benannte technische Zwecke. Wer diesen Punkt vermeiden möchte, kann die vaskuläre Auswertung ungenutzt lassen, der Rest des Funktionsumfangs bleibt davon unberührt.
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RingConn Gen 3 – Preis und Verfügbarkeit
Der RingConn Gen 3 kostet 369,00 Euro in den Farben Future Silver, Royal Gold und Matte Black. Die gebürsteten Varianten Brushed Silver und Brushed Rose Gold liegen bei 389,00 Euro. Erhältlich sind die Größen 6 bis 15, die Farben unterscheiden sich nur in der Oberfläche, nicht im Funktionsumfang. Ein Abo für die App-Funktionen gibt es nicht.
Optional bietet RingConn den Schutzplan Care+ für 35,99 Euro (ein Jahr) oder 55,99 Euro (zwei Jahre) an, abgedeckt ist dabei der Ring, nicht das Ladecase oder das Kabel. Daneben gibt es Produktschutzpläne mit zwei oder drei Jahren Laufzeit, die verlängerte Garantie und Schutz gegen Unfallschäden verbinden. Als Zubehör sind ein Charging Dock und Ring Protector in verschiedenen Farben verfügbar. Das Gen-3-Ladecase lädt alle RingConn-Ringe und Größen.
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