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    Die Sony LinkBuds Clip (WF-LC900) sind offene True-Wireless-Kopfhörer im Ear-Cuff-Format. Statt im Gehörgang zu sitzen, klemmen sie als C-förmige Bügel am Ohrknorpel und lassen das Ohr komplett frei. Sie sind für den ganztägigen Einsatz im Alltag, Büro, beim Pendeln und beim Sport gedacht und sollen Musik, Podcasts und Anrufe abdecken, ohne von der Umgebung abzuschotten. Tatsächlich bevorzugen wir alle hier offene Kopfhörer, da es nicht nur angenehmer ist (gerade mit Familie), sondern man auch im Notfall etwas mitbekommt. Sony bietet sie in vier Farben an: Green, Greige, Black und Lavender. Wir haben hier heute die Lavendel-Version im Test.

    Sony LinkBuds Clip WF-LC900 offene Kopfhörer Lavendel Testbericht Test Review

    Sony LinkBuds Clip – Design und Funktionalität

    Jeder Ohrhörer besteht aus einem zylindrischen Akkumodul, einem Lautsprechergehäuse und einer flexiblen Verbindung, die zusammen die C-Form bilden und das Ohr umgreifen. Mit 6,4 Gramm pro Seite sind die LinkBuds Clip leicht genug, dass sie nach kurzer Zeit kaum noch auffallen. Sie fühlen sich quasi wie Ohrringe an. Das Kunststoffgehäuse kombiniert matte und glänzende Flächen, Sony verbaut in Teilen Recyclingkunststoffe, und die Verpackung kommt plastikfrei. Die Schutzklasse IPX4 reicht für Schweiß und leichten Regen aus.

    Sony LinkBuds Clip WF-LC900 offene Kopfhörer Lavendel Testbericht Test Review

    Der Sitz hängt sehr davon ab, wie der Clip am Ohr positioniert wird. Beim ersten Mal braucht es vermutlich paar paar Versuche, bis Winkel und Position stimmen, und Klang wie Lautstärke ändern sich spürbar, sobald der Bügel verrutscht. Mit den mitgelieferten Air Fitting Cushions halten die Buds auch beim Joggen und im Fitnessstudio sicher an Ort und Stelle. Ohne die Polster wirkt der Halt etwas lockerer, für ruhigere Situationen reicht es aber. Sony bietet zusätzliche Fitting Cushions und Case Covers in Coral, Green, Blue, Lavender und Black als optionales Zubehör an.

    Das Ladecase misst rund 50 x 50 x 33 Millimeter und wiegt 42 Gramm. Es lässt sich gut mit einer Hand öffnen und verschwindet problemlos in der Hosentasche. Es erinnert besonders in der Farbe Lavendel an etwas süßes wie Macarons. Geladen wird über USB-C, ein Kabel liegt nicht bei, und kabelloses Laden gibt es hier leider nicht. Dafür gibt es jedoch Schnellladen, worauf im passenden Abschnitt noch eingegangen wird.

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    Sony LinkBuds Clip – Features und App

    Die LinkBuds Clip verfügen über drei Hörmodi, die per Tap umgeschaltet werden: Standard für den Alltag, Voice Boost für Sprachinhalte in lauter Umgebung und Sound Leakage Reduction, der die Schallabstrahlung nach außen drosselt, damit Sitznachbarn im Büro oder Zug nichts mitbekommen. Voice Boost hebt Sprachfrequenzen an und macht Podcasts und Hörbücher auch dann verständlich, wenn der Bus brummt oder die Straße rauscht.

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    Den vollen Funktionsumfang gibt es über die Sony Sound Connect App für Android und iOS. Dort lassen sich Tap-Steuerung, Hörmodi, ein 10-Band-Equalizer mit „Find Your Own Equalizer“, DSEE zur Aufwertung komprimierter Audioquellen, 360 Reality Audio, der Background-Music-Effekt und das Multipoint-Verhalten konfigurieren. Der Akkustand beider Buds und des Cases wird in der App einzeln angezeigt. Spotify Tap und der Schnellzugriff auf Amazon Music sind ebenfalls integriert. Grundsätzlich ist die App super und bietet Sony typisch eine enorme Anzahl an Einstellungen. Oft bekommt man durch Updates sogar noch mehr Einstellungsmöglichkeiten. Gleichzeitig ist es aber auch eine Sony App, wie man sie kennt: Bei der ersten Einrichtung muss man unendlich viel rechtliches wegklicken und akzeptieren. Und bei jeder kleinen Änderung der Bestimmungen wird man abgemeldet, muss sich nochmal anmelden und dann die Bestimmungen akzeptieren. Das ist bei der Kopfhörer-App so, bei der Creators App für meine drei Sony A7 Kameras und auch bei der Playstation App.

    Die Tap-Steuerung deckt Wiedergabe, Pause, Titelsprünge, Lautstärke, Anrufannahme und Moduswechsel ab. Bei mir reagiert sie meistens zuverlässig, gelegentlich braucht es einen zweiten Anlauf. Multipoint zu zwei Geräten funktioniert sauber: Laptop und Smartphone bleiben gleichzeitig verbunden, der Wechsel passiert ohne manuelles Umkoppeln. Die Bluetooth-5.3-Verbindung läuft stabil, Aussetzer treten im Test nicht auf. An Codecs unterstützen die LinkBuds Clip SBC und AAC. LDAC, LC3 und aptX fehlen, was angesichts des UVP und der höher positionierten LinkBuds Open auffällt.

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    Ein Trageerkennungssensor ist nicht verbaut, die Wiedergabe pausiert also nicht automatisch beim Herausnehmen. Active Noise Cancelling fehlt ebenfalls, was bei der offenen Bauweise systembedingt ist (die einzige, etwas besondere Alternative gibt es bei Anker Soundcore mit der AeroFit 2 Pro, aber das ist wieder eine andere Art Kopfhörer). Für Anrufe kombinieren die Buds eine KI-basierte Stimmerkennung mit einem Knochenschallsensor. In Teams- und Zoom-Calls bleibt die Stimme auch aus belebter Umgebung oder bei Wind klar verständlich, womit die LinkBuds Clip am Schreibtisch ein klassisches Headset ersetzen können.

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    Sony LinkBuds Clip – Audio

    Über den 10-Millimeter-Treiber kommt ein eher heller, mitten- und höhenbetonter Sound mit spürbar begrenztem Tiefbass. Generell ist der Ton aufgrund der offenen Bauform sehr natürlich. Stimmen stehen klar im Vordergrund, das Frequenzbild wirkt für eine offene Bauform insgesamt ausgewogen. Ein echter Subbass ist physikalisch nicht möglich, Kickbässe sind vorhanden, wirken aber leichter als bei vergleichbaren In-Ears.

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    Über den 10-Band-Equalizer lässt sich der Klang spürbar in Richtung mehr Bass oder mehr Präsenz in den Höhen verschieben, was bei rockigen oder elektronischen Genres hilft. Bei Podcasts und Hörbüchern liegt der Voice-Boost-Modus vorn, Stimmen wirken dann präsenter und drängen sich nicht gegen Umgebungsgeräusche. Die Bühne ist breit und luftig, was beim Dauerhören weniger ermüdet als eine enge In-Ear-Wiedergabe. 360 Reality Audio und der Background-Music-Effekt fügen je nach Content eine räumlichere oder ambient-artige Inszenierung hinzu, sind aber stark vom Material abhängig.

    Sony LinkBuds Clip WF-LC900 offene Kopfhörer Lavendel Testbericht Test Review

    Die Maximallautstärke ist der größte Schwachpunkt. In ruhigen bis normalen Umgebungen reicht sie locker, in der U-Bahn oder an stark befahrenen Straßen muss komplett aufgedreht werden und erreicht trotzdem nicht den Druck geschlossener Hörer. Bei einer offenen Bauweise ist das systembedingt, in lauten Umgebungen fällt es bei den LinkBuds Clip aber deutlich auf. Aber dafür sind die Kopfhörer ja nicht gemacht.

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    Sony LinkBuds Clip – Akku

    Sony gibt bis zu 9 Stunden Laufzeit pro Ladung und 37 Stunden Gesamtlaufzeit mit Case an. Bei mittlerer Lautstärke und gemischter Nutzung aus Musik, Podcasts und Calls kommen 7 bis 8 Stunden zusammen, bevor eine Ladung fällig wird. Das deckt sich grob mit der Herstellerangabe, wenn die Lautstärke nicht durchgehend ans Maximum gedreht wird.

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    Das Case bringt mehrere zusätzliche Ladungen und reicht über eine ganze Arbeitswoche, ohne dass einmal das USB-C-Kabel angeschlossen werden muss. Schnellladen funktioniert wie angegeben: Etwa 3 Minuten im Case bringen rund eine Stunde zusätzliche Wiedergabe, was für den schnellen Boost vor dem Verlassen der Wohnung oder des Hotels ausreicht.

    Sony LinkBuds Clip WF-LC900 offene Kopfhörer Lavendel Testbericht Test Review

    Preis und Verfügbarkeit

    Die Sony LinkBuds Clip haben eine UVP von 199 Euro, sind aber mittlerweile sogar für 149 Euro bei Anbietern wie Amazon erhältlich [Affiliate | Werbelink]. Erhältlich sind sie in den Farben Green, Greige, Black und Lavender. Vertrieben werden sie außerdem direkt über den Sony Online-Store sowie im klassischen Elektronik- und Online-Handel. Zusätzliche Fitting Cushions und Case Covers in verschiedenen Farben sind als Originalzubehör verfügbar.

    Wir nehmen am Partnerprogramm von Amazon EU teil. Das bedeutet, dass wir durch qualifizierte Käufe über Links zu Amazon.de eine Provision verdienen können.

    Sony LinkBuds Clip WF-LC900 offene Kopfhörer Lavendel Testbericht Test Review

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    Sony LinkBuds Clip

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    Die Sony LinkBuds Clip liefern einen sehr leichten Sitz, drei sinnvolle Hörmodi und eine starke Anrufqualität durch KI-Stimmerkennung mit Knochenschallsensor. Klanglich liegt der Fokus auf Mitten und Höhen, mit einer breiten, luftigen Bühne, die für Podcasts, Hörbücher und Calls genauso passt wie für Alltagsmusik. Die Bauform mit C-Clip und Air Fitting Cushions hält auch bei Sport sicher am Ohr, ohne den Gehörgang zu verschließen, und die Akkulaufzeit reicht über eine ganze Arbeitswoche. Für 199 Euro bekommt man Open-Ear-Kopfhörer, die am Schreibtisch ein klassisches Headset ersetzen können. Wer ansprechbar bleiben muss und trotzdem den ganzen Tag Audio konsumiert, findet hier eines der ausgereiftesten Open-Ear-Modelle.

    Pro
    • Sehr hoher Tragekomfort mit 6,4 Gramm pro Seite
    • Hervorragende Sprachqualität bei Anrufen durch KI und Knochenschall
    • Drei sinnvolle Hörmodi inkl. Sound Leakage Reduction
    • Bis zu 9 Stunden Laufzeit, 37 Stunden mit Case, Schnellladen
    • Stabiles Multipoint zu zwei Geräten und Bluetooth 5.3
    • 10-Band-EQ und umfangreiche App-Funktionen
    Kontra
    • Kein LDAC, kein LC3, kein aptX
    • Keine automatische Pausenfunktion beim Herausnehmen
    • Kein Wireless-Charging
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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