Die VITURE Luma Ultra bringt das Konzept der Videobrille einen deutlichen Schritt nach vorn und kombiniert ein kompaktes Brillengehäuse mit AR‑Funktionen, 3D und einem ganzen Ökosystem aus Zubehör. In Verbindung mit Neckband, Mobile Dock und den passenden Controllern entsteht eine mobile XR‑Plattform, die sich gleichermaßen für Arbeit, Medienkonsum und Gaming anbietet.

VITURE Luma Ultra – Lieferumfang, Design und Funktionalität
Im Karton der VITURE Luma Ultra liegen die Brille selbst, ein USB‑C‑Kabel (mit magnetischer Verbindung zur Brille) zur Verbindung mit Smartphone, Laptop oder Dock, mehrere Nasenpads in unterschiedlichen Größen sowie ein hochwertiges Mikrofaser‑Reinigungstuch in VITURE Blau. Ein Case ist mit dabei und bietet zudem ein separates Fach für das Kabel.
Optisch erinnert die Luma Ultra an eine futuristische Sonnenbrille mit etwas breiteren Bügeln, bleibt für den gebotenen Funktionsumfang aber überraschend schlank. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit teils transluzenten Elementen, an Seiten sitzt ein dezentes LED‑Lichtband, das in unterschiedlichen Farben leuchten kann (wobei sie bei mir nie angegangen ist, egal was ich gemacht habe, daher kann ich das nicht in Bildern zeigen). Trotz der Technik im Inneren wirkt die Brille nicht klobig, sondern vergleichsweise alltagstauglich. Mehrere Nasenpads und die ausgewogene Gewichtsverteilung sorgen dafür, dass sie sich auch über längere Zeit angenehm tragen lässt, ohne stark auf Nase oder Ohren zu drücken. Gerade, weil sich die Bügel im Winkel leicht verstellen lassen können.
Funktional steckt in der Luma Ultra ein vollwertiges XR‑Display: Zwei Micro‑OLED‑Panels mit jeweils 1920 × 1200 Pixeln liefern ein gestochen scharfes Bild mit 52 Grad Sichtfeld und bis zu 120 Hertz Bildwiederholrate. Die maximale virtuelle Bilddiagonale entspricht in etwa einer 150‑Zoll‑Leinwand in einigen Metern Entfernung, wodurch Filme und Spiele deutlich größer wirken als auf jedem Notebook‑Display. Die hohe Helligkeit von nominell bis zu 1500 Nits und der starke Kontrast der OLED‑Technik sorgen dafür, dass Inhalte auch in helleren Umgebungen gut erkennbar bleiben. Tatsächlich reicht schon 20-30% Helligkeit, dass die Brille so wirkt wie ein Smartphone vor dem Gesicht. Es gab keinen Zeitpunkt, wo ich je auf höher als 50% einstellen musste.
Hinweis: Es ist sehr schwer die Projektion innerhalb der Brille zu fotografieren. Die eigentlichen Projektionen sind farblich sehr genau und scharf. In Bildern mag es aber etwas anders ausshen.

Die Brille besitzt einen magnetischen Anschluss am Bügelende (was praktisch ist, wenn am Kabel gezogen wird, was aber unpraktisch ist, weil das Kabel teurer ist als reguläre USB-C Kabel), erhält Strom ausschließlich vom Zuspieler oder einem Zubehör wie dem Pro Neckband und kommt ohne eigenen Akku aus.

Die Brille bietet eine integrierte Dioptrienkorrektur (-4.0D) im Rahmen, sodass viele Nutzer mit leichter Kurzsichtigkeit oder Weitsichtigkeit die Luma Ultra ohne zusätzliche Sehhilfe verwenden können. Das gilt natürlich nur für die Projektion selbst, ist aber sehr praktisch, da die meisten anderen Brillen das nicht haben.

Eine Hornhautverkrümmung kann aber nicht ausgeglichen werden. Für stärkere Fehlsichtigkeiten steht zudem der Prescription Lens Frame als Zubehör zur Verfügung. Die äußere Form erinnert zwar an eine Sonnenbrille, in der Praxis ist sie dafür aber nur bedingt geeignet, da die Form der Brille die Sicht, vor allem oben, stark einschränkt. Ich habe Videos mit leuten Gesehen, die damit Autofahren. Das ist absolut nicht zu empfehlen.

Super ist vor allem der elektrochromatische Filter, der das Glas stark abdunkelt und man so mehr vom Bild sehen kann bzw. noch mehr Licht filtern kann. Unten seht ihr den Unterschied. Dazu reicht nur ein Knopfdruck.
VITURE Luma Ultra – Zubehör
Der VITURE Luma Prescription Lens Frame With Lenses richtet sich an Nutzer mit deutlicher Sehschwäche und ist für Leute wie mich besonders Wichtig. Es handelt sich um einen leichten Kunststoffrahmen, der fest in die Brille eingeklipst wird und Platz für zwei optische Linsen bietet. Den Rahmen gibt es in zwei Größen für unterschiedliche Pupillendistanzen, jeweils exakt auf die Luma‑Gehäuseform abgestimmt. Die Variante ohne Gläser kostet etwa 20 Euro und eignet sich für Nutzer, die ihre Linsen beim lokalen Optiker anfertigen lassen möchten. Die Version mit bereits geschliffenen Gläsern liegt bei rund 80 Euro und wird direkt nach Rezept gefertigt, sodass Träger mit stark negativer oder positiver Dioptrienzahl ein klar fokussiertes Bild erhalten, ohne zusätzlich eine Brille unter der XR‑Brille tragen zu müssen. Ich habe die Gläser direkt bei VITURE machen lassen und als jemand der normalerweise Zeiss Gläser trägt, ist die Sicht durch die Gläser wirklich einwandfrei, da die Qualität hoch ist und meine Werte gut eingearbeitet wurden. Daher sehe ich keinen Unterschied zu meiner Alltagsbrille, deren Gläser deutlich teurer waren.

In Kombination mit der VITURE Luma Ultra sorgt der Insert dafür, dass sowohl die reale Umgebung als auch die Projektion in der Brille scharf wahrgenommen werden. Gerade bei langen Arbeits‑ oder Gaming‑Sessions reduziert das die Augenanstrengung deutlich, weil keine Kompromisse bei der Sehstärke eingegangen werden müssen. Da der Rahmen magnetisch ist, lässt er sich praktisch sofort anbringen oder zum reinigen abnehmen. So muss nichts umgebaut werden. Ein weiterer Vorteil hier ist natürlich auch, dass man nicht nur die Projektion scharf sieht, sondern auch durch die Brille selbst.

Der VITURE USB‑C XR Charging Adapter richtet sich vor allem an iPhone‑Nutzer (das direkte Anschließen ohne Adapter ist auch möglich) und Geräte, die selbst kein direktes DisplayPort‑Signal über USB‑C ausgeben. Er dient als Zwischenstück zwischen Smartphone und Mobile Dock oder Brille und bietet einen zusätzlichen USB‑C‑Port, über den parallel geladen werden kann. Praktisch bedeutet das: Das Telefon treibt die XR‑Brille an, während eine Powerbank oder ein Netzteil über den zweiten Anschluss den Akku konstant nachlädt.

Auf aktuellen iPhone‑Generationen stehen die zusätzlichen XR‑Funktionen, die der Adapter perspektivisch freischalten soll, allerdings noch nicht zur Verfügung; ein Nachfolger ist bereits angekündigt. Wer den Adapter jetzt kauft, sollte sich bewusst sein, dass er ihn vor allem als sauber integrierte Lade‑Durchschleiflösung nutzt und weniger als XR‑Feature‑Erweiterung. Dafür gibt es aber auch günstigere Alternativen. Das Problem hier sind eher Einschränkungen von Apple. Der Adapter greift hier auf eine Alternative Lösung zurück, wo es sich gleichzeitig auch per Bluetooth mit dem iPhone verbindet und so die Funktionen eigentlich freischalten soll. Das wird aber wohl nicht mehr bei den neuen Modellen unterstützt.

Der VITURE x 8BitDo Ultimate Mobile Gaming Controller ist ein optionales Element für das mobile Gaming Setup in Kombination mit dem VITURE Luma Ultra und im Grunde ein Alternatives Design eines bestehenden Controllers. Er kombiniert einen ausziehbaren Mobil‑Controller mit Hall‑Effect‑Analogsticks, analogen Triggern und zusätzlichen Rückseiten‑Tasten und spannt das Smartphone mittig ein.

Per USB‑C‑Verbindung dient der Controller gleichzeitig als Hub: Das Telefon steckt direkt am Controller, die Brille hängt wiederum am Smartphone oder Neckband.

Die Signale werden durch den Controller geschleift, sodass Eingabe, Videosignal und Stromversorgung in einem kompakten Paket zusammenlaufen. Das reduziert den Kabelsalat und ermöglicht ein sehr direktes, latenzarmes Spielen, ohne mehrere Adapter oder Dongles kombinieren zu müssen. Smartphones mit Hülle passen dabei gut rein, da der USB-C Anschluss flexibel ist.
Als richtigen Controller, der nochmal deutlich vielseitiger genutzt werden kann, gibt es noch den VITURE x 8BitDo Ultimate 2C Controller, der in Varianten mit Xbox‑ oder Switch‑Layout erhältlich ist. Auch hier in VITURE exklusiven Farben. Technisch basiert er weitgehend auf dem gleichen Innenleben mit Hall‑Effect‑Sticks, Triggern etc.

Unterschiede zeigen sich vor allem in der Art der Verbindung, im Button‑Layout und in der Farbgebung: In der Xbox‑Variante ist transparent weiß, mit grünen Xbox-Akzenten, Tasten entsprechend der gewohnten ABXY‑Beschriftung und Anordnung, sowie Bluetooth, Kabel und USB-Dongle-Verbindung.

Die Switch‑Version orientiert sich an der umgekehrten Nintendo‑Belegung und setzt optisch auf die typischen Nintendo Switch-Akzente und ein transparent schwarzes Design. Hier ist nur die Verbindung via Bluetooth und Kabel möglich. Der Dongle fällt hier weg.

VITURE Luma Ultra – VITURE Pro Neckband
Das VITURE Pro Neckband verwandelt die Luma Ultra von einem reinen Display in ein nahezu vollständiges Standalone‑System. Im Nackenbügel arbeitet ein vollwertiger Android‑Computer mit Achtkern‑Prozessor in 6‑Nanometer‑Fertigung, je nach Version mit 8 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher oder 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher. Android 12 mit Google‑Diensten und Play Store ist vorinstalliert, sodass sich Streaming‑Dienste, Cloud‑Gaming‑Apps und Office‑Anwendungen direkt auf dem Neckband installieren lassen.
Hinweis: Da sich die Screenshots des Pro Neckbands nicht exportieren ließen, gibt es dazu erstmal keine Bilder im Testbericht. Vielleicht liefere ich das später nochmal nach.

Das Design erinnert an bekannte Nackenlautsprecher: Das Band liegt locker um den Hals, das Gewicht verteilt sich gleichmäßig, ohne zu drücken. Active‑Cooling sorgt dafür, dass der Rechner auch unter Last stabil bleibt. In der Praxis wird die rechte Seite bei längeren Gaming‑Sessions spürbar warm, wenn man sie anfasst, aber beim Tragen nicht bemerkbar. Der Lüfter kann jedoch wirklich laut werden, daher ist es besser es direkt auf die niedrigste Einstellung zu stellen, damit dieser Läuft aber nicht stört. Wi‑Fi 6E und Bluetooth 5.2 schaffen die Grundlage für schnelles Streaming und stabile Verbindungen zu Controller und Kopfhörern.

Mit Funktionen wie Multi‑Window, eigenem XR‑Desktop, 6DoF‑Tracking und Smooth Follow hebt das Neckband die Luma Ultra in eine andere Nutzungsklasse. Bis zu mehrere App‑Fenster lassen sich gleichzeitig in der XR‑Umgebung anzeigen, etwa Browser und Office‑App nebeneinander. Gleichzeitig übernimmt das Neckband die aufwendige 2D‑zu‑3D‑Konvertierung und das Tracking des virtuellen Bildes, damit dieses beim leichten Bewegen des Kopfes stabil im Raum bleibt. Die Gestensteuerung und die Menüführung ohne zusätzlichen Controller wirken aktuell noch eher experimentell und sind vor allem für Nutzer interessant, die gerne mit neuen Interfaces spielen und bereit sind, sich intensiver einzuarbeiten (und viel Geduld mitbringen). Anwender, die eine möglichst einfache Plug‑and‑Play‑Lösung wünschen, sollten direkt zu Smartphone, Laptop oder Handheld als Zuspieler greifen, wobei es auch ähnliche Standalone-Alternativen gibt, die besser optimiert sind und besser steuern lassen.

Der integrierte 3280‑Milliampere‑Stunden‑Akku ermöglicht in der Praxis Laufzeiten von etwa 2-3 Stunden bei moderater Nutzung. Damit eignet sich das Neckband gut für Pendelstrecken, längere Flüge oder einzelne Arbeitsblöcke, eine merklich längere Laufzeit wäre natürlich besser, um nicht so häufig zu laden. Der interne Speicher sollte sich wie bei einem Android‑Gerät nutzen lassen, der direkte Zugriff von außen ist im Alltag allerdings nicht so transparent wie bei einem klassischen Smartphone. Ich persönlich habe noch immer nicht herausfinden können, wie ich auf den Speicher zugreifen kann und ich bin bzgl. sowas eigentlich ein langjähriger Experte.

VITURE Luma Ultra – VITURE Pro Mobile Dock
Das VITURE Pro Mobile Dock ist für mich das wichtigste Element im Ökosystem und fungiert als mobiles Video‑Dock mit integrierter Powerbank. Das handtellergroße Gerät erinnert an einen kompakten Akku: ein flaches, schwarzes Gehäuse mit abgerundeten Kanten, gummierten Füßen und wenigen, klar beschrifteten Anschlüssen. An einer Seite sitzen ein HDMI‑Eingang, ein USB‑C‑Eingang für Video und Daten sowie zwei USB‑C‑Ausgänge für XR‑Brillen, dazu ein Schalter und eine kleine Status‑LED für den Akkustand.

Der interne Akku bietet eine Kapazität im Bereich einer großen Powerbank und versorgt sowohl das angeschlossene Zuspielgerät als auch eine oder zwei Brillen gleichzeitig. In der Praxis kann das Dock eine Nintendo Switch oder Nintendo Switch 2 (ohne zusätzliches Dock) über mehrere Stunden mit Energie versorgen, während parallel die Luma Ultra betrieben wird. Bei Handhelds wie Steam Deck oder ROG Ally verlängert das Dock die Laufzeit spürbar, ohne dass zusätzlich eine separate Powerbank wie bei der Nintendo Switch eigentlich nötig ist. Streams von Laptops oder Streaming‑Sticks profitieren ebenfalls von der zusätzlichen Stromreserve, etwa beim Camping oder im Garten ohne Steckdose in Reichweite.

Funktional ersetzt das Dock eine klassische stationäre Konsole‑Dockingstation, einen HDMI‑Splitter und eine Powerbank in einem Gerät. Switch 1 und Switch 2 lassen sich direkt anschließen und erscheinen als großes Bild in der Luma Ultra, während der integrierte Akku die Konsole speist. Für den mobilen Einsatz mit der Nintendo Switch 2 bietet VITURE zudem das Mobile Dock Mount for Switch 2 an, eine Halterung, die das Dock platzsparend an der Rückseite der Konsole fixiert. So entsteht ein kompaktes Paket, das sich gut in Rucksack oder Tasche verstauen lässt und unterwegs ein vollwertiges Konsolenerlebnis auf der XR‑Leinwand ermöglicht. Dieses habe ich aber erst neu bei Amazon vorbestellt, daher ist hier ein offizielles Bild. Eine Nintendo Switch 1 Version existiert auch. Ist aber nicht so modular wie die Nintendo Switch 2 Version unten, die aus zwei Teilen besteht.
VITURE Luma Ultra – Kompatibilität, Software, App
Die Luma Ultra tritt primär als externes Display auf und ist deshalb mit einer großen Bandbreite an Geräten kompatibel. Android‑Smartphones mit USB‑C und DisplayPort‑Unterstützung erkennen die Brille nach dem Einstecken als zusätzlichen Monitor, sodass sich Apps, Spiele oder komplette Desktop‑Modi direkt auf die XR‑Leinwand spiegeln lassen. Das klappt auch ganz einfach durch das Anschließen am iPhone, wobei hier in erster Linie nur gespiegelt wird und das Display eingeschaltet bleiben muss, sofern man nicht die App nutzt. Gut zu wissen ist jedoch, dass alle beliebten Streaming Apps das abspielen im Standby-Modus unterstützen. Am PC oder Mac wird die Brille über USB‑C mit DP‑Alt‑Mode oder per HDMI‑Adapter angebunden und erscheint dort als zweiter Monitor in den Anzeigeeinstellungen, kann aber auch zum primären Monitor gemacht werden.

Das Zusammenspiel mit der VITURE‑Software erweitert diese Grundfunktion deutlich. Auf Windows und macOS übernimmt die SpaceWalker‑App das Management virtueller Monitore, ermöglicht mehrere schwebende Desktops, 3D‑Modi und AR‑Overlays. Dabei wird hier mit 6DoF Support das komplette Headtracking und Fixieren des Displays unterstützt. So kann selbst ein Ultrawide Monitor simuliert werden. Es aber nicht ganz so immersiv wie eine VR-Brille, da das Bild quasi im sichtbaren Bereich abgeschnitten wird. Dafür ist es aber auch nicht so groß, schwer und schlecht belüftet. Ich konnte damit gut mehrere Stunden arbeiten, sofern ich die Motion Sickness reduzierende Option ausgeschaltet habe.

Im Alltag zeigt sich die Kombination mit sehr unterschiedlichen Geräten flexibel. Ich habe es mit sehr vielen Geräten in den letzten Monaten genutzt: Aktuelle Smartphones wie ein iPhone 17 Pro Max oder ein Android‑Flaggschiff wie das POCO F8 Ultra lassen sich ebenso einsetzen wie klassische Laptops à la MacBook Pro oder ein leistungsstarkes Windows‑Notebook wie das Razer Blade 18. Handheld‑PCs wie Asus ROG Ally, Asus ROG Xbox Ally, AYN Thor oder Steam Deck arbeiten über USB‑C oder das Mobile Dock mit der Luma Ultra zusammen und liefern ihre Spiele direkt auf die virtuelle Leinwand. Konsolen wie PlayStation 5 Pro und Xbox Series X lassen sich über das Pro Mobile Dock anbinden, während Nintendo Switch 1 und 2 ebenfalls per Dock an die Brille ausgegeben werden. So entsteht eine XR‑Umgebung, die von Mobilgerät über Handheld bis hin zur stationären Konsole denselben großen Bildschirm bereitstellt.

VITURE Luma Ultra – Projektion und Bildqualität
Die Bildqualität gehört zu den größten Stärken der VITURE Luma Ultra. Die Micro‑OLED‑Displays mit 1920 × 1200 Pixeln pro Auge erzeugen ein sehr scharfes Bild, bei dem einzelne Pixel im normalen Gebrauch gar nicht wahrnehmbar sind.Viture selbst sagt, es ist ein 4K ähnliches Erlebnis, und das mag technisch nicht stimmen, aber bezüglich der Schärfe und Darstellung kann ich dem eigentlich zustimmen, da ich nicht glaube, dass eine höhere Auflösung wirklich besser aussehen würde. Wo es sicher was ausmachen würde, ist das Arbeiten am Desktop. PC-Texte in Desktop‑Umgebungen sind klar lesbar, Benutzeroberflächen gut aufgelöst, würden aber am ehesten noch von einer höheren Auflösung profitieren, wenn man viel mit Text arbeitet. Der hohe Kontrast der OLED‑Technik sorgt für tiefes Schwarz und satte Farben, was sowohl Filme als auch Spiele deutlich plastischer erscheinen lässt.

Die maximale virtuelle Diagonale kann je nach Person und je nachdem, ob die Brille verdunkelt wurde entweder als Leinwand‑Erlebnis oder wie ein Tablet‑Screen wahrgenommen werden. Ich falle in die letzte Kategorie, da das Display und die Helligkeit so stark ist, dass es im dunkeln wie ein Tablet vor dem Gesicht wirkt. Das finde ich aber auch gut so. Farblich deckt die Luma Ultra laut Spezifikation mehr als den sRGB‑Farbraum ab, was sich in einer lebendigen, aber nicht überzeichneten Darstellung bemerkbar macht. Ich habe damit schon Videos bearbeitet, was problemlos funktioniert hat. Die 120‑Hertz‑Bildwiederholrate unterstützt schnelle Bewegungen und reduziert Bewegungsunschärfe sowohl bei Actionspielen als auch beim Scrollen durch Webseiten.

Aufgrund des relativ großen Sichtfelds sind die Bildränder nicht in jeder Kopfhaltung gleichzeitig perfekt zu sehen. Je nach individueller Gesichtsform und Sitz der Brille können obere oder seitliche Bereiche des Bildes leicht aus dem Fokus rutschen. Eine kleine Anpassung der Brillenposition helfen jedoch, die Ränder vollständig im Blick zu behalten und den Sweet Spot stabil zu treffen. Besser wäre es aber, wenn das Bild etwas kleiner wäre. Die Unterstützung von Side‑by‑Side‑3D‑Inhalten und Echtzeit‑Konvertierung von 2D‑Material in ein räumliches Bild ist wirklich überraschend gut, wenn man weiß, wie man es überhaupt aktiviert, weil die App bricht das Tutorial ab ohne zu sagen, was man drücken muss. Ich konnte aber sobald ich das einmal richtig hinbekommen habe etwa aus einem Bild oder Video, dass ich mit dem iPhone aufgenommen hatte, enorme Tiefe wahrnehmen konnte und nicht dachte, dass der 3D Effekt so stark sein würde.

VITURE Luma Ultra – Audio
Die Audioqualität der Luma Ultra fällt für eine so schlanke Brille überraschend kräftig aus. In den Bügeln sitzen von HARMAN abgestimmte Stereolautsprecher, die den Klang gezielt in Richtung Ohr lenken. Stimmen, Effekte und Musik kommen klar und mit spürbarem Volumen an, ohne dass dicke Ohrpolster oder In‑Ears nötig wären. Durch die offene Bauweise klingt der Ton auch meiner Meinung nach deutlich besser und natürlicher als mit Kopfhörern.

Die Schallführung sorgt gleichzeitig dafür, dass Umstehende nur wenig vom Ton mitbekommen, besonders in Umgebungen mit etwas Grundrauschen wie Zug oder Flugzeug (wo ich aber aus Prinzip generell immer lieber Kopfhörer nehmen würde). Für sensible Situationen oder maximale Abschirmung lassen sich problemlos zusätzliche Bluetooth‑Kopfhörer oder kabelgebundene Lösungen einsetzen, da Zuspieler, Neckband und Dock entsprechende Ausgänge oder Funkstandards unterstützen. Ein integriertes Mikrofon in der Brille gibt es nicht, Sprachchat und Anrufe laufen daher über Smartphone, Neckband oder Headset, was in vielen Setups ohnehin die bevorzugte Lösung ist.

VITURE Luma Ultra – Preis und Verfügbarkeit
Die VITURE Luma Ultra startet mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 599 US‑Dollar beziehungsweise laut Amazon 759 Euro in Europa, wobei der aktuelle Preis bei 639 Euro liegt. Theoretisch könnte man es auch über den Viture Shop importieren und landet mit Einfuhrumsatzsteuer eher bei rund 599 Euro. Dafür ist sowas wie Garantieabwicklung und Umtausch via Amazon natürlich einfacher, sollte mal was nicht stimmen.
Mit Zubehör wird das Ganze recht teuer und eine größere Investition, die man für sich abwägen muss. Ich nutze es sehr gerne und viel, weshalb es sich für mich lohnt, aber dennoch: Ich persönlich würde mit meinem Nutzungsverhalten (und weil ich bereits z.B. alternative Controller habe) mich hier etwa nur auf Brille, Gläser, Pro Mobile Dock, Switch 2 Halterung beschränken.

Hier sind alle getesteten Produkte und Links dazu. Dabei handelt es sich um Black Friday Preise. Ob der Preis danach gleich bleibt oder wieder steigt, kann ich nicht beantworten [Amazon Werbelink / Affiliate]:
- VITURE Luma Ultra – 639 Euro (statt 759 Euro)
- VITURE Brillengestell ohne Gläser (19 Euro) – Alternativ hier die Version mit Gläsern bei VITURE selbst für 79 USD (Modell beachten).
- VITURE Pro Mobile Dock – 99 Euro (statt 149 Euro)
- VITURE Mobile Dock Halterung für die Nintendo Switch 2 – 19 Euro
- VITURE Mobile Dock Halterung für die Nintendo Switch 1 – 15,20 Euro (statt 19,99 Euro)
- VITURE Pro Neckband – 249 Euro (statt 369 Euro)
- VITURE USB-C XR-Ladeadapter – 47 Euro (statt 69,99 Euro)
- VITURE USB-C Ladeadapter – 29 Euro (statt 49,99 Euro)
- VITURE x 8BitDo Ultimate Mobile Gaming Controller – 53,96 Euro (statt 79 Euro)
- VITURE × 8BitDo Ultimate 2C Wireless Controller (Xbox und Switch) – 39 USD (gibt es nicht auf Amazon)
Wir nehmen am Partnerprogramm von Amazon EU teil. Das bedeutet, dass wir durch qualifizierte Käufe über Links zu Amazon.de eine Provision verdienen können.





















