Der ProtoArc KM90-A ist ein kabelloses Set aus kompakter Tastatur und Maus, das für macOS, iPadOS und iOS ausgelegt ist. Die Tastatur hat flache Scherentasten und eine weiße Hintergrundbeleuchtung mit drei Helligkeitsstufen, die Maus drei umschaltbare DPI-Stufen. Beide Teile verbinden sich per Bluetooth und lassen sich auf bis zu drei Geräte legen, etwa MacBook, iPad und iPhone. Wie gut das Set ist und ob es sich als Alternative zum Magic Keyboard lohnt, erfahrt ihr in diesem Bericht.

ProtoArc KM90-A – Design und Funktionalität
Die Tastatur ist 28,6 Zentimeter breit, 12,1 Zentimeter tief und 1,4 Zentimeter hoch. Das Layout ist kompakt und hat keinen separaten Ziffernblock, in Deutschland mit QWERTZ-Belegung. Die Tasten sitzen auf einer Scherenmechanik mit kurzem Hub, wie man sie von Notebook-Tastaturen kennt und auch kaum Unterscheidbar vom Magic Keyboard.

Die Beschriftung folgt der Apple-Belegung mit Command- und Option-Tasten an gewohnter Stelle. Die obere Reihe liegt im Standard auf den Medienfunktionen, F1 bis F12 erreicht man über die Fn-Taste. Der Ein-Aus-Schalter sitzt an der Seite der Tastatur.

Die Maus ist mit 10,7 Zentimeter Länge, 5,8 Zentimeter Breite und 3,1 Zentimeter Höhe klein gehalten und fällt für große Hände knapp aus. Auf der Unterseite liegen der Ein-Aus-Schalter und die Taste für den Bluetooth-Kanal, hinter dem Scrollrad die DPI-Taste.
Im Karton liegen neben Tastatur und Maus ein USB-C-Ladekabel, eine Silikonabdeckung für die Tastatur und das Handbuch. Die Abdeckung hält Staub von den Tasten fern, wenn das Set längere Zeit ungenutzt liegt oder in einer Tasche transportiert wird.
ProtoArc KM90-A – Bedienung und Funktionen
Die Ersteinrichtung läuft komplett über Bluetooth. An der Tastatur hält man Fn zusammen mit einer der Kanaltasten Q, W oder E für drei bis fünf Sekunden, bis die Anzeige schnell blinkt, und verbindet das Gerät dann in den Bluetooth-Einstellungen.

Bei der Maus wählt man auf der Unterseite den Kanal 1, 2 oder 3 und hält dieselbe Taste gedrückt, bis die Anzeige blinkt. Danach genügt ein Tastendruck, um zwischen den drei gekoppelten Geräten zu wechseln, und die Tastatur merkt sich den zuletzt genutzten Kanal auch nach dem Aus- und Einschalten.

Die Helligkeit der Beleuchtung stellt man mit Fn + Shift ein. Jeder Druck schaltet eine Stufe weiter, von 30 über 60 auf 100 Prozent und anschließend aus. Nach zwei Minuten ohne Eingabe schaltet sich die Beleuchtung selbst ab, nach 60 Minuten geht die Tastatur in den Schlafmodus.

Aus dem Schlafmodus weckt sie ein beliebiger Tastendruck innerhalb von rund drei Sekunden, die Beleuchtung bleibt dabei aber aus und muss von Hand wieder eingeschaltet werden. Die Beleuchtung ist neben Touch-ID der größte Unterschied und Pluspunkt gegenüber dem Magic Keyboard, denn dieses hat überhaupt keine Beleuchtung, trotz des hohen Preises.

Die DPI-Taste an der Maus schaltet zwischen 1000, 1600 und 2400 DPI um. Auf Glas und sehr glatten Oberflächen kann die Abtastung ins Stocken geraten, hier hilft ein Mauspad, was für optische Mäuse dieser Bauart generell gilt. Eine Software zum Umbelegen von Tasten gibt es für das Set nicht, sämtliche Einstellungen laufen über die Tastenkombinationen und die Tasten am Gerät selbst.

Bei der Kompatibilität ist der ProtoArc KM90-A klar eingegrenzt: unterstützt werden macOS, iPadOS und iOS, nicht dagegen Windows, Linux oder Windows auf Mac-Hardware (es funktioniert in gewisser Hinsicht trotzdem, macht aber wenig Sinn). Vorausgesetzt werden Geräte ab Baujahr 2013 und mindestens macOS 10.12. Ein USB-Empfänger liegt nicht bei, und das mitgelieferte Kabel dient ausschließlich zum Laden, ein Kabelbetrieb ist nicht vorgesehen.

Man merkt wirklich sofort, dass die Bauqualität, Bedienungsqualität, die Form und die Anordnung der Tasten praktisch identisch sind. Als jemand, der beide benutzt – eines am Haupt-Desk-Setup, eines am zweiten Setup und unterwegs (die ProtoArc habe ich z. B. auch mit in den Urlaub mitgenommen) ist das natürlich super, da es genauso gut funktioniert und gleichzeitig keine Umgewöhnung nötig ist.

ProtoArc KM90-A – Akkulaufzeit
In der Tastatur steckt ein Akku mit 1200 mAh, in der Maus einer mit 500 mAh. Beide werden über USB-C geladen, die Statusanzeige leuchtet dabei rot und wechselt auf Grün, sobald der Ladevorgang abgeschlossen ist. Ein vollständiger Ladezyklus dauert etwa drei bis vier Stunden, ein niedriger Ladestand meldet sich vorher durch rotes Blinken.

Konkrete Laufzeiten in Stunden oder Tagen nennt ProtoArc für das Set nicht, und die tatsächliche Dauer hängt bei der Tastatur stark von der Beleuchtung ab. Noch musste ich nach rund drei Wochen nicht einmal Laden, daher versuche ich diesen Punkt später zu ergänzen. Die automatische Abschaltung nach zwei Minuten ohne Eingabe und der Schlafmodus nach einer Stunde begrenzen den Verbrauch deutlich, wer dauerhaft auf der höchsten Helligkeitsstufe tippt, wird sicherlich häufiger laden müssen.

ProtoArc KM90-A – Preis und Verfügbarkeit
ProtoArc führt den ProtoArc KM90-A mit deutschem QWERTZ-Layout in Weiß zu 64,99 Euro. Das Produkt ist über den Herstellershop und den Handel erhältlich, etwa via Amazon, auf beide Geräte gibt ProtoArc zwei Jahre Garantie.















