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    Nebula Capsule 3 Laser – Design und Funktionalität

    In der Box des Nebula Capsule 3 Laser ist der Laser-Beamer selbst, eine Fernbedienung, zwei AAA-Batterien, ein Netzteil mit zwei Netzteiladaptern, ein USB-C Kabel und die Schnellanleitung.

    Mit 17 cm Höhe und 8,3 cm Durchmesser ist der Nebula Capsule 3 Laser ultrakompakt und wiegt mit 950 g auch nicht viel. Man kann es sich wie eine größere Getränkedose mit deutlich mehr Inhalt vorstellen. Entsprechend kann man ihn aufgrund der Zylinderform auch gut greifen und transportieren, weshalb dieses Designformat mein Favorit unter den portablen Beamern ist, nur dass er grundsätzlich (bis auf den Sound) deutlich besser als seine Vorgänger ist und genau das, was ich mir vor Jahren mit dem Nebula Capsule Max, meinem ersten Beamer damals, gewünscht hätte, wo jedoch die Technologie dafür noch nicht so weiterentwickelt war.

    Anker Nebula Capsule 3 Laser Beamer Projektor Test Review

    Farblich ist der Nebula Capsule Max Laser nur in Schwarz erhältlich, sieht aber so auch wirklich gut aus mit seinen roten Akzenten. Das Gehäuse ist bis auf die Front durchlöchert, was natürlich zum einen für die Lüftung, zum anderen für den Sound so konzipiert ist. Außer der Beamerlinse befindet sich vorne noch der Autofokus & Gyrosensor.

    Anker Nebula Capsule 3 Laser Beamer Projektor Test Review

    Auf der Rückseite des Nebula Capsule 3 Laser befinden sich zwei Tasten und ein Lichtsensor, der mit einer automatischen Helligkeitsregelung hilft Strom zu sparen, sofern man die Helligkeit nicht manuell festsetzt. Eine der Tasten ist zum Einschalten, Ausschalten und den Standby-Modus, die andere um etwa in den Bluetooth-Speaker-Modus zu wechseln. Oben haben wir weitere Tasten zur Mediensteuerung. Dazu später mehr.

    Auf der Rückseite des Nebula Capsule 3 Laser befinden sich die Anschlussmöglichkeiten. Dazu gehört ein 3,5 mm Klinkenanschluss (AUX Out), ein HDMI 2.1 Anschluss, der es ermöglicht PCs, Smartphones, Konsolen etc. anzuschließen und somit Video und Sound zu übertragen und ein USB-C Anschluss. Dieser wird grundsätzlich zum Laden verwendet, aber wer möchte, kann hier auch z.B. einen USB-Stick oder ähnliches Anschließen. Der einzige Nachteil hier ist, dass man so nicht gleichzeitig Laden und ein externes Gerät anschließen kann. Wer das braucht, muss sich einen Adapter beschaffen. Ich persönlich habe seit Jahren nichts Externes angeschlossen und für private Videos maximal meine NAS benutzt, daher stört es mich nicht, aber das muss jede Person selbst wissen. Auch, weil hier Chromecast (kein Airplay) integriert ist oder das Spiegeln des Smartphones möglich ist. Genauso gut kann man auch via Bluetooth 5.0 Lautsprecher, Kopfhörer, Maus und Tastatur verbinden. Kabellose Möglichkeiten gibt es genug.

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    Die Unterseite des Nebula Capsule 3 Laser ist gummiert und hat ein mittig platziertes 1/4 Zoll Stativgewinde für alle herkömmlichen Stative, Tripods und mehr. Damit kann man es überall platzieren, wo man möchte. Auch an die Decke, wobei hier für mich der Reiz noch immer die Portabilität ist. Hätte ich das vor dem Urlaub dieses Jahr gehabt, hätte ich ihn mitgenommen.

    Nebula Capsule 3 Laser – Bedienung

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    Bedienen kann man den Nebula Capsule 3 Laser Beamer auf mehrere verschiedene Arten. Mit der Fernbedienung, mit dem Smartphone, mit Maus und Tastatur und am Gerät selbst. Für das Smartphone braucht Ihr die Nebula Connect App, die in erster Linie als Ersatz für die Fernbedienung dient. Mit dem Smartphone lässt sich aber noch einiges mehr machen, da man über Apps wie YouTube gewünschte Inhalte via Chromecast an den Beamer senden kann, statt sie per Fernbedienung anzuwählen, wodurch man sich das Tippen spart, wenn man nicht den Google Sprachassistenten nutzen möchte. Letzteres geht hier ziemlich gut, da die Fernbedienung oben mit einem Mikrofon ausgestattet ist und man zu Beginn den Google Assistent einrichten kann, wenn man möchte. Damit gehört sie definitiv zu einem der besseren Fernbedienungen, vor allem, weil die Verbindung hier nicht optisch ist.

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    Maus und Tastatur erklärt sich hier vermutlich von selbst, da es sich hier um ein klassisches Android-System handelt und wo Zubehör via USB oder Bluetooth als solches erkannt wird.

    Alternativ kann man auch alles direkt am Gerät steuern. Auf der Oberseite befindet sich die Mediensteuerung, wo man zwischen Inhalten wechseln, Lautstärke ändern und durch die Menüs navigieren kann. Ganz toll finde ich jedoch, dass die ganze Fläche als Touchpad nutzbar ist, was die Bedienung natürlich deutlich vereinfacht.

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    Nebula Capsule 3 Laser – Betriebssystem und Apps

    Als Betriebssystem läuft Android TV 11.0 auf dem Nebula Capsule 3 Laser. Damit ist es als einer der wenigen Beamer recht aktuell, da aktuell noch kein Beamer Android TV 12 hat und bis auf die Beamer von Nebula und die von XGIMI fast alle anderen Beamer zwei bis vier Versionen zurückliegen.

    Schön ist, dass es sich hier um die klassische Android TV Oberfläche handelt, wie man es vom Fernseher gewöhnt ist und nicht mehr die Nebula UI wie beim Vorgänger, sodass das System nur durch eigene Einstellungsoptionen erweitert ist. Das System ist übersichtlich, läuft sehr flüssig und bietet einfache Einstellungsmöglichkeiten.

    Hinzu kommt, dass es eine sehr große App-Vielfalt im Google Play Store, wo man praktisch alle möglichen Streaming Apps, Dienste etc. findet. Nur Netflix muss man in modifizierter Form über die Nebula Play installieren, was der Hersteller aber auf der Produktseite auch offen kommuniziert. Das liegt einfach daran, dass Netflix keine Zertifizierung an Beamerhersteller rausrückt, auch wenn diese sich darum bemühen eine zu bekommen. Bisher hat es aber in den letzten Jahren dennoch gut geklappt Netflix in voller Qualität zu schauen, daher sollte man sich keine Sorgen darum machen.

    Auch gibt es sehr viele Mediatheken diverser News-Portale, Radiosender und natürlich auch YouTube oder Twitch. Entsprechend habt Ihr direkt Zugriff auf die ganze Welt des Entertainments. Weiterhin gibt es aber auch viele Spiele im Angebot, die jetzt nicht wirklich spannend sind, aber ganz nett für die Kinder. Abgesehen davon könnt ihr jederzeit natürlich auf lokalen Content via USB oder NAS zugreifen. Für den NAS gibt es genug Apps im Play Store.

    Nebula Capsule 3 Laser – Audio und Video

    Bevor wir zum Bild kommen, geht es erstmal kurz um das Thema Audio. Ich ging hier beim Nebula Capsule 3 Laser mit ganz anderen Erwartungen rein. Der Vorgänger, der Nebula Capsule Max, war klangtechnisch hervorragend und konnte bei der Tonqualität sogar andere teure Bluetooth-Lautsprecher, wie etwa einen Megaboom, übertraf. Er ist damit meine Referenz für alle Beamer, da noch kein Beamer die Qualität des Max erreicht hat. Entsprechend bin ich etwas enttäuscht, dass der Nebula Capsule 3 Laser mit seinem 8 W Lautsprecher da nicht mithalten kann, obwohl alles andere deutlich besser geworden ist. Unabhängig davon würde ich den Ton eher überdurchschnittlich für dessen kompakte Form beschreiben. Er ist zumindest nicht so flach und undynamisch wie die meisten Beamer und hat genug Charakter für seine Größe. Ich vermute aber einfach, dass die restliche Technik zu viel Platz einnimmt, um dieselbe Audioleistung wie damals zu erbringen.

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    Beim Bild haben wir eine Full-HD Auflösung, also 1920 x 1280 bei 60 FPS. Das ist bei so einem Formfaktor eine vernünftige Auflösung, da es sonst mit dem Akku auch keinen Sinn machen würde. Dank der Laser-Technologie ist der Unterschied zum Vorgänger enorm, da man hier deutlich bessere Kontraste erhält und Schwarz klarer dargestellt wird. Entsprechend wirken die Farben insgesamt sehr gut und man erreicht eine gute Schärfe bis 120 Zoll, was etwa einer Entfernung von 3,5 Meter zur Wand entspricht (1,5 m = 60).

    Bei der Helligkeit ist 300 ISO Lumen angegeben. Man achte darauf, dass üblicherweise ANSI Lumen bei anderen Beamern angegeben wird. ISO ist die Internationale Angabe und ANSI die amerikanische. Grundsätzlicher Unterschied ist, dass ISO unter Berücksichtigung von Bildgröße und Distanz gemessen wird, während ANSI die Distanz vernachlässigt und somit sehr ungenau ist. Das Verhältnis von ISO- zu ANSI-Wert daher nicht einfach festlegbar, aber generell spricht man von 0,8 zu 1. Entsprechend wären 300 ISO etwa das ungefähre Äquivalent von 375 ANSI-Lumen. Ich persönlich würde eher auf 400 schätzen, aber wie gesagt, sagt der Wert kaum was aus. Persönliche Einschätzung: Deutlich heller als der Vorgänger, kann mit Konkurrenz ähnlichen Größenfaktors mithalten und völlig ausreichend, sodass es ausreicht Abends das Licht auszuschalten, ohne das Zimmer komplett abzudunkeln. Zumindest bis 120 Zoll (3,5 Meter Abstand).

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    Auch wenn es die Schlafzimmerwand füllt, finde ich das Bild sehr gut und die 60 FPS werden konstant gehalten. Daher eignet sich der Nebula Capsule 3 Laser auch gut für Spiele. Im Gaming Modus habe ich die Latenz nicht gemessen, jedoch ist es besser als die rund 34,6 ms des XGIMI Horizon Pro auf dem ich primär stationär spiele und eher vergleichbar mit den 18 ms des Game Boost Modus des 1080p XGIMI Horizon. Entsprechend sind auch Actionlastige Titel kein Problem. Hier gilt das alles bis 50 ms noch ok ist. Im Hotelzimmer mit der Nintendo Switch zu spielen ist also ein guter Use Case.

    Als Projektionsmodi kann man Front- / Rück- / Deckenfront- / Deckenrückprojektion auswählen. Entsprechend kann man den Nebula Capsule Max je nachdem wie man es braucht platzieren. Die Trapezkorrektur funktioniert sehr gut, sofern man innerhalb der in den Specs angegebenen Winkelgrenzen bleibt, sodass das Bild nicht verzerrt wird. Voreingestellt ist, dass der Gyrosensor auf kleine Bewegungen sofort reagiert und entsprechend korrigiert. Die Empfindlichkeit kann man jedoch einstellen bzw. die Trapezkorrektur komplett abschalten.

    Nebula Capsule 3 Laser – Akku

    Der Akku des Nebula Capsule 3 Laser soll mit einem 15.000 mAh Akku (52 Wh) ausgestattet sein. Ob die Kapazität so stimmt, kann ich nicht sagen, da ich ihn diesmal nicht aufgemacht habe. Wichtig ist letztendlich die tatsächliche Wiedergabezeit und nicht die Kapazität. Hier gibt Nebula 2,5 Stunden für Videowiedergabe an, was als Schätzung ausnahmsweise relativ genau hinkommt und daher auch völlig ausreichend für ein oder zwei Filme ist. Nachhelfen kann man ganz einfach mit einem USB-C Kabel oder einem Akku-Pack. Mit dem eigenen Charger ist der Beamer jedoch schneller in rund in 3 Stunden geladen. Für den reinen Bluetooth-Speaker Modus, wo nicht projiziert wird, werden 10 Stunden angegeben. Das habe ich jedoch nicht lange genug getestet.

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    Nebula Capsule 3 Laser – Preis und Verfügbarkeit:

    Der Nebula Capsule 3 Laser ist bereits erhältlich via diverse Portale wie Amazon [Werbelink | Affiliate] und kostet aktuell 899 Euro. Das ist nicht günstig, jedoch vergleichbar mit dem XGIMI Halo+, wo die Portabilität des Nebula Capsule 3 Laser jedoch deutlich besser ist und auch die Akkulaufzeit auf der höchsten Helligkeit besser abschneidet. Günstig finde ich beide nicht, jedoch gibt es sonst nichts Vergleichbares bei portablen Beamern. Vor allem keinen Laser-Beamer, wo größere Modelle aktuell deutlich teurer sind, was vermutlich an der Technologie selbst liegt.

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    product-image

    Nebula Capsule 3 Laser

    8.9

    Der Nebula Capsule Max ist quasi das Flaggschiff unter den ultraportablen Beamern, da viel Technik im Dosenformat steckt. Laser-Projektion, Design und eine aktuelle Android-Version sind eines der Highlights des Gerätes. Einzig beim Ton hätte ich gehofft, dass es vergleichbar mit dem hervorragenden Vorgänger ist, aber auch so ist das für mich der Beamer, den ich beim nächsten Urlaub mitnehmen würde.

    Pro
    • Ultrakompakt
    • Gute Bildqualität
    • Gute Helligkeit
    • Benutzerfreundliches und schnelles System
    • Mehrere Bedienmöglichkeiten
    Kontra
    • Nur ein USB-C Anschluss
    • Audio nicht so hervorragend wie beim alten Nebula Capsule Max
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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