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    eufyCam 3 – Lieferumfang und Design

    eufyCam 3 und Eufy Homebase 3 Sicherheitskamera lokaler Speicher Solar Test Review

    In der Box der eufyCam 3 befinden sich neben der Lan-Kabel, USB-C Kabel, Netzteil, Montagezubehör und Eufy HomeBase 3 zu der wir gleich kommen, die zwei namensgebenden Kameras. Wer mehr benötigt, kann das Set jederzeit um weitere einzelne Kameras erweitern, es müssen dabei jedoch nicht unbedingt dieselben Modelle sein. Es reicht, dass sie mit der HomeBase 3 kompatibel sind, was aktuell noch nicht für alle Kameras gegeben ist, aber laut dem Roll-Out Plan im Laufe des Jahres passieren wird (Kompatibilitätsliste). Wenn ihr wie ich einige noch inkompatible Geräte habt, müsst ihr entweder nur die alte HomeBase 2 benutzen oder diese mit der HomeBase 3 parallel betreiben.

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    Die Kamera kann auf zwei Arten installiert werden. Im Lieferumfang ist eine Schraub-Halterung in Form eines Kugelkopfes enthalten, die an die Wand geschraubt wird und an deren Gewinde die Kamera befestigt wird. Alternativ kann die Kamera an jedes geeignete Gewinde angeschraubt werden, z.B. an ein Tripod. Leider hat die eufyCam 3 im Vergleich zur eufyCam 2 einige nützliche Funktionen verloren, wie z.B. die magnetische Eigenschaft der Kameraeinheit selbst und einen magnetischen Kugelkopf, die die Platzierung der Kamera erleichtert hätten. Gerade mit ersterem konnte man die Kamera nämlich auch an Türrahmen platzieren.

    Ich denke jedoch, dass es hier daran liegt, die Kamera mit den Solarzellen für den Außenbetrieb konzipiert hat. Natürlich ist sie entsprechend auch komplett wetterfest mit IP67-Zertifizierung, wie eine Vorgänger auch, die in den letzten Jahren Schnee, Regen, Stürme und Vogelattacken überlebt haben. Außerdem ist die sehr robust gebaut und verträgt entsprechend sicher den einen oder anderen Sturz.

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    Ein weiteres Plus der eufyCam 3 ist, dass sie keine Stromversorgung benötigt, da sie akkubetrieben ist. Der Akku hält bei normalem Gebrauch ein Jahr lang nach einer Ladung. Dies gilt jedoch nur, wenn kein Sonnenlicht auf die Kamera fällt, da sie mit Solarzellen ausgestattet ist und sich im Laufe des Jahres selbst auflädt und selbst bei 4K Auflösung nie geladen werden muss. Wenn die Kamera jedoch im Schatten platziert ist, muss sie über den versteckten USB-Anschluss aufgeladen werden, was rund 8 Stunden dauert.

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    Eine tolle Neuerung neben den Solarzellen ist, dass die Kamera vorne neben Nachtsichtsensoren jetzt auch eigene Scheinwerfer hat, die durch die integrierten Bewegungssensoren getriggert werden können und die Möglichkeit bietet einen lauten Alarm erklingen zu lassen, um Leute oder Tiere zu verscheuchen.

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    Hinten an der eufyCam 3 befindet sich noch eine Sync-Taste, die beim ersten Einrichten der Kamera benötigt wird und ein verdeckter USB-C Anschluss. Auch wenn man diese Kamera nach der ersten Ladung praktisch nie laden muss, ist es schön, dass ich nicht dauernd das alte microUSB-Kabel raussuchen muss und meine Geräte einheitlich laden kann.

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    Die eufyCam 3 Kameras sind nicht das einzige, was im Starterset enthalten ist. Im Lieferumfang befindet sich auch die neue HomeBase 3, die als zentrale Steuereinheit und eigener Server dient.

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    Sie ermöglicht es, alle Kameras, nicht nur die eufyCam 3, zu steuern und die Daten lokal zu speichern, wo bereits 16 GB EMMC  integriert ist, dieser aber per Festplatte auf bis zu 16 TB erweiterbar ist. Das geht aktuell mit 2,5 Zoll Sata-HDDs und Sata-SSDs. Dafür muss man nur die Klappe oben öffnen, die magnetisch angebracht ist. Möchte man die Dateien auslagern, kann man z.B. an einen USB-Speicher die Daten übertragen, indem man as am Smartphone initiiert. Das geht leider mit der alten HomeBase 2 nicht, wo man alle Videos einzeln auf das Smartphone laden musste. Die 16 GB sollten für viele ausreichen. Sollte der Speicher doch irgendwann voll sein, werden die ältesten Videos überschrieben.

    Sollte man bereits eine HomeBase von einem früheren Modell besitzen, kann man diese weiterhin nutzen, muss jedoch die Firmware aktualisieren lassen. Sobald die Kompatibilität für alle Geräte gegeben ist, würde ich aber empfehlen auf die HomeBase 3 umzusteigen, weil mehr Speicheroptionen, mehr Features und schnellere Performance. Auch kann euch das Festplattenfeature keiner wegnehmen. Die Homebase 2 konnte man ursprünglich nämlich mit einer NAS verbinden, was irgendwann vor Jahren still und heimlich rausgeupdated wurde. Dafür kommt jetzt die HomeBase 3 mit RTSP und NAS Support, sodass ihr eure Daten somit auch in eurer „lokalen Cloud“ speichern und abrufen könnt und nicht auf den internen Speicher oder eine Festplatte angewiesen seid.

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    Die HomeBase 3 kommt mit einem Netzteil und einem LAN-Kabel, um sie mit dem Router zu verbinden. Eine weitere Funktion ist, dass sie als WiFi-Repeater (Verstärker) dient, um die WLAN-Verbindung zu den Kameras zu stärken. Die Option die HomeBase 3 kabellos ohne Router, also via WiFi zu nutzen (wie es auch bei der HomeBase 2 möglich war) wird für den Endverbraucher laut Eufy-Support in den kommenden Wochen per Update aktiviert.

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    Auf Unterseite der HomeBase 3 befindet sich ein Lautsprecher, der im Alarmfall als Sirene genutzt werden kann und auch den Klingelton wiedergibt, wenn man eine eufy Türklingel hat.

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    Grundsätzlich reicht eine HomeBase 3 aus, um mehrere Kameras und andere Sicherheitsgeräte zu steuern. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass die HomeBase 3 noch neu ist und noch nicht mit allen Geräten kompatibel ist, was sich jedoch im Laufe des Jahres ändern wird. Hier nochmal der Link zur Kompatibilitätsliste.

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    Spannend ist bei der eufy HomeBase 3 natürlich auch der AI Chip, der die Daten der eufyCam 3 und anderen Kameras per künstlicher Intelligenz auswerten kann. Etwas ähnliches gab es auch bei der HomeBase 2, aber ist hier nochmal genauer und deutlich performanter. Mit BionicMind hat das Feature entsprechend auch einen neuen Namen. Die kann laut Eufy Gesichter mit 99,9% Genauigkeit erkennen und einsortieren kann. Dazu kann man Gesichter von Bekannten und Familienmitgliedern registrieren, um sie von Fremden zu unterscheiden und die Kamera entsprechend agieren zu lassen. Beispielsweise kann man so unnötige Warnungen reduzieren. Diese Genauigkeit baut sich jedoch erst im Laufe der Zeit auf, da der Algorithmus ein selbstlernender ist und nach jeder Erkennung mehr dazulernt. Zudem kann er zwischen Menschen und Tieren unterscheiden.

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    eufyCam 3 – Video und Tonqualität

    Kameraseitig hat dieeufyCam 3 gegenüber der eufyCam 2 ein großes Update erhalten. Statt 1080p kann die neue Kamera jetzt in 4K Qualität bei 130° Blickfeld aufnehmen. Dadurch ergibt sich ein scharfes Bild mit guter Qualität und guten Farben, sodass man sowohl bei Tag, als auch mit der Nachtsicht bei Nacht alles gut und genau erkennen kann. Unten seht ihr einige Screenshots, wobei diese aus dem Stream stammen und nicht die volle Qualität haben, wie wenn ich sie herunterladen würde. Dazu liefere ich aber später Bilder nach. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass die Kamera bisher keine einzige Bewegung mit seinem Bewegungssensor verpasst hat. Wenn dann maximal die Bewegung zwischen zwei Aufnahmen, wenn man z.B. 30 Sekunden Aufnahmelänge angesetzt hat und nach diesen 30 Sekunden nochmal getriggert und aufgenommen wird.

    Die Tonqualität der eufyCam 3 ist auch sehr gut. Selbst leise Gespräche werden laut und deutlich aufgenommen. Die Kamera scheint sich an die Lautstärke des Gesprächs anzupassen und Hintergrundgeräusche zu unterdrücken, solange sich Personen vor der Kamera befinden. Da die Kamera über einen Lautsprecher verfügt, kann sie sowohl Audioaufnahmen machen als auch Ton ausgeben, wie z.B. wenn man den Live-Feed anschaut und mit der Person vor der Kamera spricht. Natürlich ist auch der Einsatz als Sirene möglich.

    eufyCam 3 – Weitere App-Funktionen

    Eufy hat eine sehr gute App, die nicht nur viele Einstellungsmöglichkeiten bietet, sondern auch sehr gut lokalisiert ist. Einige deutsche Begriffe und Sätze sind jedoch noch verbesserungswürdig, insbesondere auf der Angebotsseite der App, die immer wieder aktualisiert wird und neue Angebote anzeigt. Der Support über die App ist schnell und bietet verständliche Anleitungen, sodass man nicht auf die Papieranleitung oder das Herunterladen von Online-Anleitungen angewiesen ist.

    In der App kann man die Empfindlichkeit der eufyCam 3 und anderer Kameras einstellen, den Live-Feed anschauen, Push-Benachrichtigungen aktivieren und Zugriffsrechte für andere Nutzer einrichten. Es gibt auch die Möglichkeit, Szenarien für Abwesenheiten festzulegen und Geofencing zu aktivieren, damit die App automatisch in den gesicherten Modus wechselt, wenn man eine Zone in einem festgelegten Radius verlässt, was besonders nützlich ist, wenn man eine Sirene eingerichtet hat.

    Ein großer Pluspunkt ist, dass man die Bereiche einstellen kann, in denen die Kamera aufnehmen soll. So kann man gezielt nur die Bewegungen im eigenen Garten aufnehmen und nicht unnötig andere Bereiche überwachen, die z.B. nicht zum Privatbesitz gehören.

    eufyCam 3 – Preis und Verfügbarkeit

    Die eufyCam 3 mit HomeBase 3 ist bereits im Set erhältlich bei diversen Anbietern, wie z.B. Amazon [Werbelink | Affiliate] und kostet 549 Euro. Jede zusätzliche eufyCam 3 Kamera kostet 249 Euro. Man kann aber, wie bereits erwähnt auch andere und deutlich günstigere eufy Kameras damit verknüpfen und beispielsweise für Innenräume oder die Garage ein kleineres oder älteres Modell wählen, was vielleicht auch kein Solarpanel hat. Für draußen sind die eufyCam 3 aber ideal für die Bereiche, wo z.B. die eufy Floodlight oder die neue Doorlight nicht passen würde, weil viel flexibler einsetzbar.

    eufyCam 3 und Eufy Homebase 3 Sicherheitskamera lokaler Speicher Solar Test Review

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    eufyCam 3 und Eufy HomeBase 3

    9.5

    Ich bin grundsätzlich zufrieden mit dem Kamerasystem von Eufy. Die Kameras funktionieren einwandfrei, die Software funktioniert sehr gut und ich kann meine Daten lokal ohne Abo speichern. Es fallen keine zusätzlichen Kosten an und die Möglichkeit den Speicher mit einer Festplatte zu erweitern bzw. per USB zu archivieren macht die HomeBase 3 auch ohne künstliche Intelligenz deutlich besser als den Vorgänger. Das ist etwas, was bei anderen Sicherheitskamerasystemen oft fehlt, wo die meisten nur ein Abo oder ein Cloud-Modell anbieten, bei dem die Daten im Ausland gespeichert werden. Einige hätten besser sein können, wie dass man das Produkt erst veröffentlichen hätte können, sobald alle Produkte kompatibel geupdated wurden und auch die Magnethalterung fehlt mir bei der eufyCam 3. Aber das sind nur Kleinigkeiten.

    Pro
    • Lokale Datenspeicherung und erweiterbar mit Festplatte
    • Optimierte und lokalisierte App mit guten Anleitungen
    • Viele Sicherheitseinstellungen und Features
    • Schneller Abruf des Livefeeds und lokaler Videodaten
    • Schnelle und zuverlässige Benachrichtigungen
    • Gute Video und Tonqualität
    Kontra
    • Keine Magnethalterung (im Vergleich zur eufyCam 2)
    • HomeBase 3 Kompatibilität anderer Produkte wird erst im Laufe des Jahres ausgerollt
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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