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    Tado V3+ – Raumthermostat

    Das Tado V3+ kann man in unterschiedlichen Paketen erwerben. Es gibt das Heizkörper-Thermostat, das Raumkörperthermostat und eine Variante zum Steuern von Heizkesseln oder zum Steuern der Klimaanlage jeweils als Starter-Kit, einzeln oder als größeres Bundle. Was man definitiv braucht, ist zumindest ein Starter-Pack, wo die Internet Bridge dabei, welche man via Ethernet-Kabel an den Router anschließt ist und via USB-Kabel (hier etwa auch am Router angeschlossen) mit Strom versorgt.

    Ab da ist es egal, was man an Tado V3+ Zusatzmodulen dazukauft. Ich habe z.B. ein Raumthermostat im Wohnzimmer und fünf Heizkörperthermostate in vier Räumen verteilt. Beide Produkte können jedoch komplett unabhängig genutzt werden.

    Tado V3+ Smartes Thermostat für Heizkörper Test Review

    In der Box des Tado V3+ Raumthermostats ist das Raumthermostat selbst, drei AAA-Batterien, ein Aufkleber zum Markieren von Kabeln, zwei Befestigungsschrauben, zwei Dübel und zwei Klebebands. Hat man wie ich hier das Starter-Kit, ist noch die zuvor genannte Internet Bridge mit eigenem Zubehör wie Commonwealth-Stecker, EU-Stecker, USB-Kabel und Ethernet-Kabel dabei.

    Montiert wird das Tado V3+ (verkabelte) Raumthermostat dort, wo auch euer altes Raumthermostat angeschlossen ist. Im Bild unten seht ihr unser 21 Jahre altes Thermostat. Er funktioniert noch immer sehr gut, nur der Kunststoff ist etwas gealtert, was bei dem Alter normal ist.

    Tado V3+ Smartes Thermostat für Heizkörper Test Review

     

    Innerhalb der App kann man alle gängigen Modelle finden und bekommt eine entsprechend genaue Anleitung wie man hier verkabeln muss (nachdem man den entsprechenden Strom ausgeschaltet hat). Es sieht auf den ersten Blick komplizierter aus, als es ist, da man letztendlich nur zwei Kabel mit Stickern beschriften und diese dann am Tado V3+ Raumthermostat anbringen muss, nachdem man die Bohrungen dafür vorbereitet hat.

    Das Tado V3+ wird ab da immer mit dem vorderen Button aktiviert und per Touch-Screen die gewünschte Zieltemperatur gewählt, sofern man das Smartphone oder den Sprachassistenten gerade nicht in der Nähe hat. Hier wird die aktuelle Raumtemperatur angezeigt, welcher von den Temperatursensoren an der Ecke des Thermostats gemessen wird. Wenn das Raumthermostat demselben Raum wie eure Heizkörperthermostate angebracht ist, nimmt das Raumthermostat die Temperaturmessung vor. Das ist genauer als die Messung der Heizkörperthermostate, welche direkt am Heizkörper selbst natürlich mehr Wärme erfahren.

    Wenn man die Batterien wechseln möchte, kann man das Raumthermostat einfach ausklinken und die Batterien tauschen. Zwar ist ein Raumthermostat an das Stromnetz angeschlossen, aber die Kontrolleinheit wird immer separat mit Batterien betrieben, was auch bei anderen Raumthermostaten gängig ist.

    Tado V3+ – Heizkörperthermostat

    In der Box des Tado V3+ Heizkörperthermostats ist im Grunde nur das Heizkörperthermostat selbst und einige Aufsätze zum Anbringen an unterschiedliche Heizungssysteme. Ich selbst habe keines davon gebraucht, da das Tado V3+ ohne diese Zusätze in unser Gewinde passt. Das Heizkörperthermostat bekommt ihr auch als Starter-Kit bzw. mit mehreren in einem, sodass ihr direkt mit so vielen Heizungen wie ihr wollt loslegen könnt. Das ganze funktioniert auch ohne Raumthermostat ohne Einschränkungen. Auch hier sind jeweils zwei AA-Batterien in jeder Einheit eingebaut, die laut Tado bis zu 2 Jahre halten sollen. So lange habe ich sie nicht, aber nach zwei Monaten ist die Batterieanzeige noch immer voll.

    Die Montage des Tado V3+ ist denkbar einfach und nicht ganz so einschüchternd, wie das zuvor besprochene Raumthermostat anfangs wirkt.

    Man schraubt wie in der App-Anleitung genau beschrieben alte Heizkörperthermostat ab, schraubt den Deckel des Tado V3+ an und befestigt diesen und schließlich bringt man den Rest mit einer Drehbewegung an. Ab da kann man immer, sobald die Batterie z.B. leer ist nur den Kopf entnehmen und nicht alles abschrauben.

    Was man sich abgewöhnen sollte ist das feste Drehen des Kopfes, da man einfach nur das vordere Drehrad sanft drehen muss, damit das Thermostat reagiert. Hier stellt man (sofern man es nicht mit der App oder dem Sprachassistenten macht) einfach die gewünschte Temperatur ein bzw. mit dem Haussymbol, dass es nach Zeitplan arbeiten soll und der Motor im Inneren drückt den Heizungspin von selbst rein oder raus. Sind mehrere einem Raum zugeordnet, synchronisieren sich die Heizungen und stellen sich entsprechend gleich ein. Dabei richtet es sich an den integrierten Temperatursensoren. Wählt man einen der auswählbaren Grade bis 25 Grad aus, z.B. 20 Grad, schalten sich die Heizungen immer nur an, wenn die Temperatur unter 20 Grad ist und schalten sich automatisch aus, wenn die 20 Grad erreicht oder übertroffen wurden. Das macht der Tado V3+ so lange automatisch, bis man die Temperatur ändert.

    Tado V3+ Smartes Thermostat für Heizkörper Test Review

    Tado V3+ – App und Features

    Die App lässt sich relativ schnell und einfach einrichten. Man legt sich ein Zuhause an, richtet ein Gerät mithilfe des QR-Codes am Gerät ein und verbindet es mit der Internet Bridge. Das mit dem QR-Code funktioniert extrem schnell und zuverlässig. Ich hatte nur das Problem, dass das iPhone 13 Pro Max den Code etwas schwieriger als andere Geräte erkannt hat, da in der Tado App es nicht in den Macro-Modus wechseln kann, wovon das neueste iPhone etwas abhängig ist.

    In der eingerichteten App, hier jeweils im hellen und dunklen Modus abgebildet, findet ihr alle eure Räume und Geräte und könnt sie entsprechend einstellen.

    Das funktioniert aber auch mit Amazon Alexa, Google Home und Apple HomeKit. So lassen sich die Tado V3+ Produkte zusammen mit anderen smarten Geräten innerhalb einer App und mit den entsprechenden Sprachassistenten steuern. Hier z.B. mit Siri. Wichtig ist, dass ihr für Apple HomeKit den QR-Code an der Bridge nicht wegwerfen dürft. Klebt es am besten auf die Innenseite der Verpackung. Verliert ihr den Code, könnt ihr Apple HomeKit gar nicht mehr einstellen und braucht eine neue Bridge dafür. Warum das so ist, verstehe ich nicht.

    Das Einstellen der Temperatur geschieht hier mit einem Slider, wo man die gewünschte Raumtemperatur wählen kann. Im dritten Bild seht ihr eine Besonderheit, dass das Tado V3+ ein offenes Fenster bzw. eine offene Tür erkannt hat. Das ist eines meiner Highlights des Gerätes, da Tado im letzten Monat die Heizung für mich 88 Mal ausgeschaltet hat, wenn ich beim Verlassen des Raumes das Fenster aufgemacht habe, oder die Tür aufgelassen habe. Selbst beim kurzen Gang in die Küche wurde hier eingespart und fortgesetzt, wenn ich zurück war. Ähnlich funktioniert das auch mit Geofencing. Hier erkennt die App, ob jemand zuhause ist oder nicht und passt entsprechend den aktuellen Plan an. Wenn man wieder an der Haustür ist, wird der Plan fortgesetzt.

    Die Sache hat nur einen Haken: Die Fenstererkennung und Geofencing ist in der kostenlosen Variante nicht automatisch. Es wird euch nur eine Push-Benachrichtigung gesendet, wo ihr dann selbst via App alles machen müsst. Damit das alles automatisch geschieht, muss man AutoAssist abonnieren. Auch wenn ich finde, dass dies ohne Abo besser wäre, wird die Erkennungsfunktion zumindest nicht komplett hinter die Bezahlschranke gestellt. Zusätzlich bekommt man weitere Funktionen, die vielleicht für den einen oder anderen interessant sein dürfte. Dazu gehört Care & Protect, was eure Heizung den ganzen Tag über überwacht und meldet, wenn es Probleme gibt. In dem Fall werden mögliche Lösungen angeboten oder dabei geholfen einen Fachmann zur Reparatur zu finden. Auch ein Teil des Abos ist Energy IQ. Hier werden anhand historische Zählerdaten und eurem Preis pro Einheit berechnet, was für Kosten auf euch am Ende des Monats ankommen, wie viel bisher eingespart wurde und ob der Preis vergleichbar mit den letzten Monaten ist. Teuer ist das Abo jedoch mit 2,99 € im Monat bzw. 24,99 € nicht. In unserem Fall wurde 88 Mal dank Fenstererkennung und 2 Stunden dank Geofencing eingespart.

    Neben weiteren Funktionen, wie Temperatur und Feuchtigkeitsanalyse und dem Anzeigen von aktuellem Wetter, Luft und Pollendaten in der eigenen Umgebung, kann man auch viele grundlegende Funktionen wie etwa einen Zeitplan nutzen.

    Das ist die einzige Funktion, die mir nicht wirklich gefallen hat. Grundsätzlich ist immer der eingestellte Zeitplan aktiv. Ändert man manuell die Temperatur wird nach kurzer Zeit wieder auf den Zeitplan umgestellt, wenn man nicht in die App geht und dann einmal einstellt, dass der Plan so lange gültig sein soll, bis manuell umgestellt wird. Diese Zeiteinstellung sollte man aber schon vorher einrichten dürfen. Das Problem dabei ist für mich, dass ich nicht immer zu festen Zeiten im selben Zimmer bin. Ich hätte gerne eine simple Funktion zu sagen, dass die Heizung nach x Stunden sich selbst ausschaltet. Oder dass sie immer morgens um 7 Uhr ausgeht, aber eben nicht wieder angeht, bis ich das sage. Daher ist das aktuell die Funktion, die ich nicht wirklich nutze, weshalb der Zeitplan bei mir komplett auf aus gestellt ist.

    Ein interessanter Punkt für viele dürfte auch die Ausrichtung des Displays sein. Dieses kann in zwei Richtungen abgebildet werden. Irritierend ist nur die Einstellung der Ausrichtung, wo man wählt, wie das Tado V3+ Thermostat montiert ist. Effektiv hat diese Einstellung aber nichts mit der Montage zu tun, sondern stellt einfach nur die Displayausrichtung um. Das sollte daher anders kommuniziert werden, auch wenn es eine Kleinigkeit ist.

    Abgesehen davon bin ich jedoch super zufrieden, auch wenn ich anfangs skeptisch war, ob ich so ein smartes Thermostat wie das Tado V3+ überhaupt brauchen würde. Über die letzten Monate ist es jedoch das Smart Home Gerät, was ich täglich am meisten nutze und mich letztendlich dazu ermutigt hat, die Heizung mehr zu nutzen, wenn es im Raum zu kalt ist. Vorher war ich nämlich immer besorgt davor die Heizung umsonst laufen zu lassen, wenn ich das Fenster oder die Tür offengelassen habe oder kurz aus dem Haus war. Auch wird nie über die gewählte Temperatur hinaus geheizt. Entsprechend habe ich diesen Winter öfter geheizt und öfter im warmen gesessen, aber effektiv eigentlich weniger verbraucht, da die Heizung nicht umsonst lieft. So sollte ein smartes Produkt auch sein, also das Leben erleichtern.

    Tado V3+ Smartes Thermostat für Heizkörper Test Review

    Tado V3+ – Preis und Verfügbarkeit

    Das Tado V3+ ist bereits erhältlich bei diversen Anbietern wie z.B. Amazon [Werbelink | Affiliate] und kostet 79 Euro für ein Heizkörperthermostat und das verkabelte Raumthermostat 129 Euro. Beides und andere Produkte von Tado gibt es auch als Starter-Kit oder größeres Bundle.

    Tado V3+ Smartes Thermostat für Heizkörper Test Review

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    Tado Smart Thermostat V3+

    8.8

    Das Tado V3+ Smart Thermostat ist eine tolle Aufwertung des eigenen Zuhauses. Ich war mir erstmal unsicher, was mir das letztendlich bringen wird, aber gerade jetzt im Winter merke ich, dass ich die smarten Features des Tado V3+ mehr verwende, als die jedes anderen smarten Produktes im Haus. Auch schalte ich die Heizung öfter ein, weil ich weiß, dass wenn mein Fenster oder meine Tür offen ist, die Heizung sich selbst ausschaltet oder ich aus der Ferne Zugriff darauf habe. Sonst saß ich lieber in der Kälte, um nicht die Heizung umsonst laufen zu lassen, wenn ich das Haus verlasse. Nur mehr Zeitplan-Funktionen würde ich mir wünschen.

    Pro
    • Funktioniert zuverlässig
    • Einfache Installation
    • Geo-Fencing und Fenstererkennung
    • Lange Batterielaufzeit
    • Sehr gute App
    • Google Home und Apple HomeKit integration
    Kontra
    • Abo-Modell
    • Nicht genug Zeitplan-Optionen
    Ümit Memisoglu
    Gründer und Chefredakteur von Umihito.de. Foodvlogger, Technikblogger und Ingenieur.

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